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Eine Fallstudie von BM Digital GmbH
Sanitär, Heizung, Klima

Mitarbeitergewinnung im SHK-Handwerk: 34 Bewerbungen und 8 Einstellungen in 4 Jahren

  • 8 Einstellungen über vier Jahre
  • 34 Bewerbungen, aus fast jeder vierten wurde eine Einstellung
  • Vom Jungmonteur über den Kundendienst bis zum Elektromeister für die PV-Abteilung
  • Die Abgänge Richtung Technikerschule wurden rechtzeitig aufgefangen
TÜV SÜD Prüfsiegel für ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Über den Kunden

Jakob Zeller hat den Betrieb gegründet, geboren 1863. Danach kamen Alfred, dann Gustav, der auf alten Fotos an der Abkantbank steht. Heute führt Jürgen Zeller das Geschäft, gemeinsam mit seinen Söhnen Bastian und Marius. Vierte Generation, immer in Ehingen an der Donau. Das Kerngeschäft ist Bad und Heizung. Dazu kam über die Jahre alles, was mit Wärme aus erneuerbaren Quellen zu tun hat: Pellets, Hackschnitzel, Stückholz, Wärmepumpen, Solarthermie. Und Photovoltaik, inzwischen eine eigene Abteilung mit eigenen Leuten. Wer wissen will, wie das fertige Bad aussieht, kann sich die Ausstellung als 360-Grad-Rundgang von zuhause ansehen. Für einen Handwerksbetrieb dieser Größe ist das nicht selbstverständlich.
Branche:
SHK-Handwerk, Heizung, Sanitär, Photovoltaik
Firmengröße:
ca. 25 Mitarbeiter
Standort:
Ehingen an der Donau
Gesuchte Positionen:
Anlagenmechaniker, Kundendiensttechniker, Elektriker und Elektromeister für die PV-Abteilung

Ausgangssituation

Zwei Monteure meldeten sich für die Technikerschule an. Für die beiden eine gute Sache, für den Betrieb ein Loch in der Mannschaft, das man nicht mit einem Aushilfsjob füllt. Ein Monteur weniger heißt: eine Baustelle weniger pro Woche. Die Termine stehen aber schon, der Kunde hat seinen Handwerkerurlaub geplant und die Heizung soll vor der Heizperiode laufen. Wer die Lücke über Mehrarbeit auffängt, holt sich das Problem in zwei Monaten doppelt zurück, weil dann jemand anders keine Lust mehr hat.
Gesucht wurden also zwei bis drei Jungmonteure. Mit einer harten Einschränkung: aus dem Umkreis von 20 bis 25 Kilometern.
Weiter weg macht keinen Sinn, wenn morgens um sieben der Wagen beladen wird und abends jeder wieder daheim sein will.
Damit wird der Markt sehr klein. Ehingen liegt im ländlichen Raum, und in einem Radius von 25 Kilometern gibt es eine überschaubare Zahl an Anlagenmechanikern, die überhaupt für einen Wechsel infrage kommen. Fast alle sind in Arbeit. Gesucht wurde bis dahin so, wie man es in der Region kennt: Anzeige in der Zeitung. Die Resonanz war überschaubar, und vor allem war sie nicht planbar. Manchmal meldete sich jemand, meistens nicht. Auf so etwas kann man keine Personalplanung aufbauen.

Unser Vorgehen in 6 Schritten

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Schritt 1

Firmenanalyse und Arbeitgebervorteile

Der erste Termin ging um den Betrieb, nicht um Werbung. Wie sind die Touren aufgeteilt, wer fährt mit wem, wie läuft die Einarbeitung, wie geht der Chef mit Fehlern um. Bei einem Familienbetrieb in vierter Generation kommt dabei etwas heraus, das große Firmen nicht bieten können. Man kennt sich. Der Chef weiß, wie die Kinder heißen. Wer eine Frage hat, geht rüber ins Büro und fragt, statt ein Ticket zu schreiben. Der zweite Punkt war die Technik. Zeller macht nicht nur Gasthermen tauschen, sondern Pellets, Wärmepumpe, Solarthermie und PV. Für einen jungen Anlagenmechaniker ist das relevant, weil er weiß, dass die Gasheizung nicht sein Berufsleben füllen wird. Diese Punkte haben wir zusammengetragen und ungeschönt dargestellt. Handwerk bleibt Handwerk, es ist dreckig und manchmal kalt. Wer das anders verkauft, hat den neuen Kollegen nach acht Wochen wieder verloren.
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Schritt 2

Wunschmitarbeiter-Profil

Am Anfang standen zwei bis drei Jungmonteure. Bewusst jung, weil ein Geselle mit ein, zwei Jahren Erfahrung sich noch bewegt und sich in den Betrieb hineinwachsen lässt. Über die Jahre hat sich das Profil mehrfach geändert. Erst kam der Kundendienst dazu, wo jemand gebraucht wird, der allein zum Kunden fährt und selbstständig entscheidet. Später Elektriker bis zum Elektromeister, weil die PV-Abteilung aufgebaut wurde und dafür jemand mit Konzession im Haus sein muss. Jedes Mal haben wir das Profil neu geschärft, statt die alte Anzeige mit neuem Titel zu recyceln.
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Schritt 3

Regionale Sichtbarkeit über alle relevanten Kanäle

Ausgespielt wurde über Facebook und Instagram, exakt im Radius von 20 bis 25 Kilometern. Ehingen, Munderkingen, Laupheim, Blaubeuren, der Raum bis vor die Tore von Ulm. Diese Enge ist Absicht. Wer den Radius auf 60 Kilometer zieht, bekommt mehr Bewerbungen und stellt trotzdem niemanden ein, weil der Weg zu weit ist und der Kandidat nach dem zweiten Gespräch abspringt. Lieber wenige Bewerbungen, aus denen etwas wird. Genau das erklärt die Zahlen. 34 Bewerbungen sind für vier Jahre keine große Menge. Acht Einstellungen daraus sind eine Quote, die kein Jobportal liefert.
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Schritt 4

Wechselimpulse durch verschiedene Anzeigen-Angles

Für jede Rolle liefen mehrere Anzeigen mit verschiedenen Aufhängern. Eine setzte auf den Arbeitsweg, weil das im ländlichen Raum das stärkste Argument überhaupt ist. Zwanzig Minuten statt einer Stunde macht im Jahr mehrere Wochen Lebenszeit aus. Eine setzte auf die Technik und darauf, dass man hier Wärmepumpe und PV lernt, statt darauf zu warten. Eine zeigte das Team und den Chef. Eine sprach den an, der in einem größeren Betrieb nur noch eine Nummer auf dem Tourenplan ist.
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Schritt 5

Bewerbungsprozess und Bewerbermanagement

Die Bewerbung läuft vom Handy, in wenigen Minuten, ohne Anschreiben. Was für die Vorauswahl zählt, fragen wir vorher ab: Ausbildung, Erfahrung, Führerschein, Wohnort, Startzeitpunkt. Bei einem Betrieb dieser Größe gibt es keine Personalabteilung. Der Chef macht das nebenher, zwischen Baustelle, Angebot und Kundengespräch. Deshalb war es wichtig, dass er nur noch die Gespräche führt, die sich lohnen, und keine Bewerbungen sortiert, die von vornherein nicht passen.
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Schritt 6

Regelmäßige Auswertung und Anpassung

Die Zusammenarbeit läuft inzwischen ins vierte Jahr. Das ist der eigentliche Punkt an dieser Fallstudie. Der Prozess steht und wird angepasst, wenn sich der Bedarf ändert. Kommt eine Kündigung, geht jemand in Rente oder wird eine neue Abteilung aufgebaut, wird die Kampagne auf die neue Rolle gedreht. Der Aufwand für den Betrieb ist ein Anruf. So ist aus einer Suche nach zwei Jungmonteuren über die Jahre ein Personalkanal geworden, den man einschalten kann, statt jedes Mal wieder von vorne anzufangen.

Das Ergebnis

Aus 34 Bewerbungen wurden acht Einstellungen. Anlagenmechaniker für die Montage, Kundendiensttechniker, dazu Elektriker bis hin zum Elektromeister, mit dem die PV-Abteilung überhaupt erst aufgebaut werden konnte. Die beiden Abgänge Richtung Technikerschule waren damit aufgefangen, ohne dass ein Kunde etwas davon gemerkt hat. Und der Betrieb ist in vier Jahren nicht nur wieder vollzählig geworden, sondern gewachsen.
4 Jahre
34 Bewerbungen
8 Einstellungen

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Wir sind zertifiziert und ausgezeichnet

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TÜV-zertifiziert: Saubere Abläufe in jedem Projekt
Die internen Prozesse der BM Digital GmbH sind durch den TÜV Süd nach DIN ISO 9001:2015 zertifiziert.
Diese Norm prüft verschiedene Anforderungen an das Qualitätsmanagement. Für unsere Kunden bedeutet das feste Abläufe, klare Zuständigkeiten und eine saubere Dokumentation in den Projekten. BM Digital schafft so die Grundlage für verlässlich umgesetzte Leistungen.
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Für das Qualitätssiegel musste sich die BM Digital GmbH einer Prüfung im Bereich Qualität, Leistung, Service und Effektivität unterziehen. Dazu wurden zufällige Kunden kontaktiert und zur Zusammenarbeit und dem Ergebnis mit der BM Digital interviewt.

Über Michael Bendl

Michael Bendl ist gelernter Elektroniker für Betriebstechnik und Gründer der BM Digital GmbH. Im Familienbetrieb hat er früh erlebt, was eine unbesetzte Stelle im Alltag bedeutet: mehr Druck auf alle und weniger Luft für Wachstum. Seit über 7 Jahren unterstützt er Handwerksbetriebe dabei, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Daraus sind bis heute über 500 besetzte Stellen bei mehr als 200 Partnerbetrieben entstanden. Sein Wissen teilt Michael regelmäßig auf Branchenevents und in Fachmedien, unter anderem im Gewinner Magazin.
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