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Eine Fallstudie von BM Digital GmbH
Elektrotechnik

Mitarbeitergewinnung für das Elektrohandwerk: 27 Bewerbungen und 5 Einstellungen in 6 Monaten

  • 27 Bewerbungen in 6 Monaten
  • 5 Elektroniker eingestellt, gesucht waren ursprünglich zwei
  • Termine werden gehalten, ohne dass das Team am Anschlag läuft
  • Sichtbarkeit als Arbeitgeber im Raum Köln und Bergisch Gladbach
TÜV SÜD Prüfsiegel für ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Über den Kunden

Carsten Junge hat den Betrieb 2003 gegründet. Meisterbetrieb des Elektrotechnik-Handwerks, Sitz in Bergisch Gladbach, gearbeitet wird im Ballungsraum drumherum: Köln, Leverkusen, Siegburg, Bonn. Das Leistungsspektrum ist breiter als bei vielen Betrieben dieser Größe. Klassische Elektroinstallation, dazu KNX und EIB für Hausautomation, Photovoltaik, Wallboxen und E-Mobilität, LED-Beleuchtungstechnik, Sicherheits- und Überwachungstechnik. Dazu ein Notdienst, der auch dann rangeht, wenn es nicht in die Bürozeiten passt. Ausgebildet wird im Haus, und zwar seit jeher. Wer bei JUNGE lernt, bekommt neben der Technik die Arbeitsweise des Betriebs mit. Die Mannschaft geht regelmäßig auf Schulungen, entsprechend lang ist die Liste der Zertifizierungen an der Wand.
Branche:
Elektrohandwerk, Energie- und Gebäudetechnik
Firmengröße:
8 Mitarbeiter
Standort:
Bergisch Gladbach
Gesuchte Positionen:
Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Elektroniker für Systemintegration

Ausgangssituation

Das Geschäft lief gut. Smart Home und Photovoltaik zogen an, die Anfragen kamen schneller rein, als sie abgearbeitet werden konnten. Ein voller Kalender klingt erst mal nach einem Luxusproblem. Auf der Baustelle sieht das anders aus. Wenn dieselben Leute mehr Termine schaffen müssen, geht das eine Weile gut. Dann fängt es an: Kunden warten sechs Wochen auf einen Termin, Reklamationen häufen sich, jemand macht am Freitagabend noch die Abnahme, die eigentlich am Mittwoch dran war.
Für einen Meisterbetrieb, dessen Ruf auf sauberer Ausführung aufgebaut ist, ist das die gefährlichere Variante von Wachstum. Entweder man lehnt Aufträge ab, oder die Qualität rutscht. Beides war für Carsten Junge keine Option, die er länger aussitzen wollte. Der Betrieb hat es selbst versucht. Stellenanzeigen geschaltet, so wie man das seit Jahren macht. Zurück kam praktisch nichts. Elektroniker im Raum Köln sind gesucht, und wer ordentlich ausgebildet ist, hat vier Angebote im Umkreis von 20 Kilometern. Der schaut nicht auf Stellenportale. Der muss angesprochen werden.

Unser Vorgehen in 6 Schritten

1
Schritt 1

Firmenanalyse und Arbeitgebervorteile

Am Anfang stand die Frage, was JUNGE einem Elektroniker bietet, das der Betrieb zwei Straßen weiter nicht bietet. Bei einem Achtmannbetrieb liegt die Antwort selten beim Gehalt. Sie liegt darin, wie gearbeitet wird. Kurze Wege zum Chef, der selbst Meister ist und die Anlage versteht, über die man gerade redet. Keine Abteilungen, keine Rückfragen über drei Ecken. Dazu die Technik. Wer bei JUNGE anfängt, macht nicht nur Steckdosen. KNX-Programmierung, PV-Anlagen, Ladeinfrastruktur, Sicherheitstechnik. Für einen Elektroniker, der seit vier Jahren im Neubau Leerrohre zieht, ist das ein Argument, das zieht. Und die Schulungen. Der Betrieb schickt seine Leute regelmäßig auf Fortbildungen. Das steht in vielen Stellenanzeigen und stimmt bei wenigen. Hier stimmt es, also haben wir es nach vorne gestellt.
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Schritt 2

Wunschmitarbeiter-Profil

Gesucht waren Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik sowie für Systemintegration. Gesellen mit ein paar Jahren Praxis, nicht zwingend mit KNX-Erfahrung, weil man das im Betrieb lernen kann, wenn jemand Lust darauf hat. Wichtiger war die Frage, wer überhaupt wechselbereit ist. Im Raum Köln sind das selten die Unzufriedenen, sondern die Unterforderten. Leute, die technisch mehr wollen, als sie gerade machen dürfen. Auf die haben wir die Ansprache ausgerichtet.
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Schritt 3

Regionale Sichtbarkeit über alle relevanten Kanäle

Ausgespielt wurde über Facebook und Instagram, im Einzugsgebiet des Betriebs. Bergisch Gladbach, Köln, Leverkusen, Rösrath, Overath. Das Rheinland ist dicht besiedelt, entsprechend viele Elektrobetriebe stecken in demselben Umkreis. Das ist Vorteil und Nachteil zugleich: viele mögliche Kandidaten, aber auch viel Konkurrenz um dieselben Leute. Deswegen läuft hier alles über die Ansprache. Wer dieselbe Anzeige schaltet wie die anderen fünf Betriebe, wird zusammen mit ihnen weggewischt.
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Schritt 4

Wechselimpulse durch verschiedene Anzeigen-Angles

Mehrere Anzeigen liefen parallel, jede mit einem eigenen Aufhänger. Eine drehte sich um die Technik: Smart Home, PV, Ladeinfrastruktur, also die Themen, bei denen ein Elektroniker weiß, dass er sie in fünf Jahren sowieso können muss. Eine setzte auf die Betriebsgröße und darauf, dass man hier gefragt wird statt eingeteilt zu werden. Eine auf Weiterbildung. Eine zeigte den Chef und die Mannschaft. Wer alles in eine Anzeige packt, erreicht niemanden richtig. Vier Anzeigen mit je einem klaren Punkt funktionieren besser, weil jede Version einen anderen Typ abholt.
5
Schritt 5

Bewerbungsprozess und Bewerbermanagement

Der Weg zur Bewerbung lief über das Handy, in wenigen Minuten, ohne Unterlagen. Alles, was für die Vorauswahl zählt, wird vorher abgefragt: Abschluss, Fachrichtung, Erfahrung, Führerschein, Wohnort. Damit konnte der Betrieb sofort sortieren und anrufen. Bei 27 Bewerbungen in einem Markt, in dem jeder Kandidat parallel woanders im Gespräch ist, entscheidet die Reaktionszeit über die Einstellung. Wer drei Tage wartet, telefoniert mit jemandem, der schon zugesagt hat.
6
Schritt 6

Regelmäßige Auswertung und Anpassung

Über sechs Monate lief die Kampagne unter laufender Beobachtung. Anzeigen wurden getauscht, Zielgruppen nachjustiert, Budget dorthin verschoben, wo die brauchbaren Bewerbungen herkamen. Genau deshalb ist am Ende mehr rausgekommen als geplant. Wenn eine Kampagne läuft und gute Leute reinkommen, stellt man ein, auch wenn die zwei ursprünglich gesuchten Stellen schon besetzt sind.

Das Ergebnis

27 Bewerbungen in sechs Monaten, daraus fünf Einstellungen. Gesucht waren zwei. Die Terminplanung ist damit wieder machbar. Aufträge mussten nicht abgelehnt werden, die Qualität musste niemand runterfahren, und die Monteure arbeiten nicht mehr gegen die Uhr. Auch die Geschäftsführung ist spürbar entlastet. Für einen Betrieb dieser Größe sind fünf neue Elektroniker keine Personalmaßnahme, sondern eine andere Firma.
6 Monate
27 Bewerbungen
5 Einstellungen

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Über die BM Digital GmbH

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Für das Qualitätssiegel musste sich die BM Digital GmbH einer Prüfung im Bereich Qualität, Leistung, Service und Effektivität unterziehen. Dazu wurden zufällige Kunden kontaktiert und zur Zusammenarbeit und dem Ergebnis mit der BM Digital interviewt.

Über Michael Bendl

Michael Bendl ist gelernter Elektroniker für Betriebstechnik und Gründer der BM Digital GmbH. Im Familienbetrieb hat er früh erlebt, was eine unbesetzte Stelle im Alltag bedeutet: mehr Druck auf alle und weniger Luft für Wachstum. Seit über 7 Jahren unterstützt er Handwerksbetriebe dabei, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Daraus sind bis heute über 500 besetzte Stellen bei mehr als 200 Partnerbetrieben entstanden. Sein Wissen teilt Michael regelmäßig auf Branchenevents und in Fachmedien, unter anderem im Gewinner Magazin.
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