Zum Inhalt springen
Eine Fallstudie von BM Digital GmbH
Stahl- und MEtallbau

Mitarbeitergewinnung im Stahl- und Metallbau: über 800 Bewerbungen und mehr als 10 Einstellungen in 2 Jahren

  • Über 800 Bewerbungen in rund zwei Jahren
  • Mehr als 10 Einstellungen in Fertigung, Montage, Lager, Planung und Büro
  • Bewerbungen kommen konstant statt in Wellen
TÜV SÜD Prüfsiegel für ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Über den Kunden

Anton Walter fing 1977 mit einer Schlosserei und sechs Leuten an. Aus der Schlosserei wurde ein Stahl- und Metallbaubetrieb, aus der Werkstatt wurden fünf Fertigungshallen, und aus den sechs Mitarbeitern rund sechzig. Heute macht AWN alles vom Entwurf bis zur montierten Konstruktion. Geplant wird im eigenen 3D-CAD-Büro, das der Betrieb schon 1989 als Ingenieurbüro aufgemacht hat. Gefertigt wird in Nürnberg, ausgeliefert mit dem eigenen Fuhrpark, montiert von den eigenen Teams. Die Zertifizierung nach EN 1090 EXC 3 erlaubt jede Konstruktion in S235 und S355. Was dabei rauskommt, steht danach ziemlich sichtbar in der Gegend herum. Rohrbrücken für die Stuttgarter Fernwärme, eine Kühlturmkonstruktion, Fluchttreppen an einer Schule, Stahlbau für die Bahn. Ausgebildet wird ernsthaft. 2009 hat die Handwerkskammer AWN als branchengrößten Ausbilder in Mittelfranken ausgezeichnet, und der Betrieb schreibt selbst, dass hundert Prozent der Azubis ihre Prüfung bestehen. Der Slogan auf der Karriereseite lautet: lieber Stahlträger als Krawattenträger.
Branche:
Stahl- und Metallbau
Firmengröße:
ca. 60 Mitarbeiter
Standort:
Nürnberg
Gesuchte Positionen:
Metallbauer, Stahlbaumonteure, Lageristen, Technische Systemplaner, kaufmännische Angestellte

Ausgangssituation

Die Auslastung war gut. Deshalb fehlten Leute, und zwar nicht an einer Stelle, sondern an fünf gleichzeitig. In der Halle Metallbauer, draußen Stahlbaumonteure, im Lager jemand, der den Materialfluss im Griff hat, im Planungsbüro ein technischer Systemplaner, im Büro kaufmännische Unterstützung. Fünf Rollen, fünf verschiedene Arbeitswelten, und für jede braucht es eine eigene Ansprache. Recruiting lief nebenher, wie in fast jedem Betrieb dieser Größe. Jemand aus der Führung schreibt eine Anzeige, wenn es brennt, und kümmert sich dann wieder um das Tagesgeschäft. Das Ergebnis: mal kam eine Bewerbung, mal wochenlang nichts. Ein konstanter Eingang war das nicht.
Dazu kam die Sichtbarkeit. AWN steht in einem Nürnberger Industriegebiet zwischen Betrieben, die ebenfalls Metallbauer suchen, und konkurriert um dieselben Leute mit der Industrie in der Region. Wer als Arbeitgeber nicht auftaucht, existiert für einen Schweißer, der über einen Wechsel nachdenkt, schlicht nicht. Und es fehlte ein Ablauf. Wer meldet sich bei einem Bewerber, wann, mit welchen Fragen, wer entscheidet. Ohne diese Kette geht auch der gute Kandidat verloren, der sich tatsächlich gemeldet hat. Für die Mannschaft hieß das Druck, für die Führung mehr Koordination und für die Projektabwicklung weniger Puffer.

Unser Vorgehen in 6 Schritten

1
Schritt 1

Firmenanalyse und Arbeitgebervorteile

Zuerst haben wir uns angeschaut, wie der Betrieb tatsächlich arbeitet, und was davon für einen Bewerber zählt. Bei AWN springt die Fertigungstiefe ins Auge. Ein Metallbauer, der hier anfängt, arbeitet nicht in einem Glied einer langen Kette. Konstruktion, Zuschnitt, Schweißen, Auslieferung, Montage, alles im Haus. Wer will, sieht seine Träger nachher auf der Baustelle stehen. Der zweite Punkt war der Ton. AWN hat einen eigenen Auftritt, der sich über Krawatten lustig macht und Heavy Metal als Wortwitz benutzt. Das haben wir nicht glattgebügelt. Eine Anzeige, die klingt wie ein Konzernprospekt, hätte bei den Leuten, die man erreichen will, das Gegenteil bewirkt. Dazu die Ausbildung. Ein Betrieb, der Jahr für Jahr ausbildet und dessen Azubis durchkommen, ist auch für einen fertigen Gesellen ein Signal. Da wird jemandem etwas gezeigt, statt ihn ins Regal zu stellen.
2
Schritt 2

Wunschmitarbeiter-Profil

Fünf Rollen bedeuten fünf Profile. Wir haben sie getrennt beschrieben, statt eine Sammelanzeige zu bauen, in der alles gleichzeitig steht. Der Metallbauer in der Halle sucht etwas anderes als der Stahlbaumonteur, der bei jedem Wetter draußen steht. Der Lagerist ist über Kanäle erreichbar, auf denen sich kein Systemplaner bewegt. Und der kaufmännische Mitarbeiter im Büro liest eine Anzeige, die mit Schweißnähten anfängt, gar nicht erst zu Ende. Für jede Rolle haben wir festgelegt, wer angesprochen wird, was diese Person heute stört und welcher Satz sie zum Klicken bringt.
3
Schritt 3

Regionale Sichtbarkeit über alle relevanten Kanäle

Ausgespielt wurde über Facebook und Instagram im Großraum Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach. In einer Metropolregion funktioniert das anders als auf dem Land. Die Reichweite ist da, es gibt genug Metallbauer im Umkreis von 30 Kilometern. Nur konkurriert man dort eben auch mit allen anderen um dieselbe Aufmerksamkeit, und mit Industriebetrieben, die beim Gehalt oft mehr auf den Tisch legen können. Deshalb lag der Fokus nicht auf noch mehr Reichweite, sondern darauf, warum jemand ausgerechnet hier anfangen sollte. Ein Handwerksbetrieb mit sechzig Leuten kann in der Werkstatt etwas bieten, was ein Schichtbetrieb nicht bietet: Abwechslung, sichtbare Ergebnisse, kurze Wege.
4
Schritt 4

Wechselimpulse durch verschiedene Anzeigen-Angles

Pro Rolle liefen mehrere Anzeigen mit unterschiedlichen Aufhängern. Für die Halle: Projekte, die man anfassen kann, und ein Maschinenpark, mit dem sich arbeiten lässt. Für die Montage: Abwechslung statt derselben Halle jeden Tag, dazu ein Team, das seit Jahren zusammen fährt. Für Lager und Büro: ein Betrieb, in dem man den Chef kennt und nicht durch drei Ebenen muss. Und quer über alles der Ton des Hauses, der bei Handwerkern besser ankommt als jede geschliffene Formulierung.
5
Schritt 5

Bewerbungsprozess und Bewerbermanagement

Hier lag bei diesem Kunden der eigentliche Hebel. 800 Bewerbungen klingen erst mal nach Erfolg. Sie sind aber auch ein Problem, wenn niemand sie ordentlich durcharbeitet. In einem Betrieb, in dem die Führung schon vorher keine Zeit fürs Recruiting hatte, hätte ein voller Posteingang die Lage sogar verschlimmert. Deshalb haben wir den Ablauf davor gesetzt. Kurze Bewerbung vom Handy, klare Pflichtangaben, saubere Vorqualifizierung, feste Regeln, wer sich wann meldet und was gefragt wird. Was im Betrieb ankommt, ist vorsortiert. Der Rest bekommt trotzdem eine Antwort. So wird aus einer großen Zahl etwas Handhabbares. Zehn Einstellungen aus 800 Bewerbungen sind keine Schwäche der Kampagne, sondern das Ergebnis eines Filters, der funktioniert.
6
Schritt 6

Regelmäßige Auswertung und Anpassung

Über zwei Jahre wurde laufend nachgeschärft, immer anhand der Bewerbungen, die tatsächlich reinkamen. Welche Anzeige bringt Metallbauer und welche nur Neugierige. Wo hakt es zwischen Klick und Gespräch. Welche Rolle ist besetzt und welche rückt als nächste dran. Der Bedarf hat sich in diesen zwei Jahren mehrfach verschoben, und die Kampagne ist mitgewandert.

Das Ergebnis

Über 800 Bewerbungen in rund zwei Jahren, daraus mehr als zehn Einstellungen. Metallbauer und Stahlbaumonteure, dazu Lageristen, ein technischer Systemplaner und kaufmännische Mitarbeiter. Damit ist die gestiegene Auftragslage personell abgesichert. Der Druck auf die bestehende Mannschaft hat nachgelassen, in der Projektabwicklung ist wieder Puffer, und die Führung koordiniert nicht mehr nebenbei die Personalsuche.
2 Jahre
+800 Bewerbungen
+10 Einstellungen

Sie möchten ähnliche Ergebnisse und qualifizierte Fachkräfte gewinnen?

Fragen Sie jetzt Ihr kostenfreies Erstgespräch an. Michael Bendl von der BM Digital zeigt, wie modernes Recruiting im Handwerk funktioniert.
Ein lächelnder Mann mit Glatze und Bart trägt ein blaues Sakko über einem weißen Hemd vor einem unscharfen Hintergrund.
Über die Agentur

Über die BM Digital GmbH

Die BM Digital GmbH unterstützt Handwerksbetriebe in ganz Deutschland dabei, planbar qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Über 200 Betriebe setzen dafür auf unseren Bewerbermagneten: von der kleinen Glaserei bis zum Produktionsbetrieb. Wir kommen selbst aus dem Handwerk und wissen, wie man einen Betrieb zu einem Arbeitgeber macht, bei dem sich Fachkräfte von sich aus bewerben.
Ein lächelnder Bauleiter mit Tablet vor seinem Team aus Handwerkern und Malern in Arbeitskleidung auf einer Baustelle.
Handwerks-Spezialisierung
Wir kommen selbst aus dem Handwerk und kennen aus zahlreichen Projekten die Gewerke, die Zielgruppen und die Ansprache, die bei Fachkräften funktioniert.
Zwei lächelnde Büroangestellte in Business-Kleidung arbeiten gemeinsam an einem Computerbildschirm am Schreibtisch.
Persönliche Betreuung
Sie haben bei uns einen festen Ansprechpartner, der Ihren Betrieb und Ihre Anforderungen kennt. Kurze Wege, schnelle Antworten.
Drei lachende Männer unterhalten sich in einem Lagerraum für Handwerksbedarf, einer hält ein Tablet.
+500 besetzte Stellen
Über 500 Stellen haben wir gemeinsam mit unseren Partnerbetrieben besetzt: vom Azubi über den Gesellen bis zum Meister, quer durch alle Gewerke und Abteilungen.
Zertifikate

Wir sind zertifiziert und ausgezeichnet

TÜV SÜD ISO 9001:2015 Zertifikat für BM Digital GmbH im Bereich Social Recruiting und Online-Marketing.
TÜV-zertifiziert: Saubere Abläufe in jedem Projekt
Die internen Prozesse der BM Digital GmbH sind durch den TÜV Süd nach DIN ISO 9001:2015 zertifiziert.
Diese Norm prüft verschiedene Anforderungen an das Qualitätsmanagement. Für unsere Kunden bedeutet das feste Abläufe, klare Zuständigkeiten und eine saubere Dokumentation in den Projekten. BM Digital schafft so die Grundlage für verlässlich umgesetzte Leistungen.
HIPE AWARD 2023 Zertifikat für BM Digital GmbH in den Bereichen Qualität, Service, Leistung und Effektivität.
Hype Award
Der HIPE AWARD gehört zu den renommiertesten Auszeichnungen in der Dienstleistungsbranche.
Für das Qualitätssiegel musste sich die BM Digital GmbH einer Prüfung im Bereich Qualität, Leistung, Service und Effektivität unterziehen. Dazu wurden zufällige Kunden kontaktiert und zur Zusammenarbeit und dem Ergebnis mit der BM Digital interviewt.

Über Michael Bendl

Michael Bendl ist gelernter Elektroniker für Betriebstechnik und Gründer der BM Digital GmbH. Im Familienbetrieb hat er früh erlebt, was eine unbesetzte Stelle im Alltag bedeutet: mehr Druck auf alle und weniger Luft für Wachstum. Seit über 7 Jahren unterstützt er Handwerksbetriebe dabei, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Daraus sind bis heute über 500 besetzte Stellen bei mehr als 200 Partnerbetrieben entstanden. Sein Wissen teilt Michael regelmäßig auf Branchenevents und in Fachmedien, unter anderem im Gewinner Magazin.
Goldfarbener Text "GEWINNER magazin" auf dunkelgrünem Hintergrund.
Blaues TI-Logo und grauer Text „Technische Isolierung“ auf dunklem Hintergrund.
Logo "TII Expo Conference" in Grün und Grau auf dunklem Hintergrund.
JETZT KONTAKT AUFNEHMEN

Fragen Sie jetzt Ihr kostenfreies Erstgespräch an!

Klicken Sie auf den Button und wählen Sie einen Termin zum unverbindlichen Erstgespräch. Daraufhin werden wir uns bei Ihnen melden, um herauszufinden, wie wir unterstützen können.

Ihr Weg zu uns

Vom ersten Gespräch bis zu den ersten Bewerbungen vergehen bei uns meist nur wenige Wochen. So läuft der Start ab.
01
Termin wählen
Wählen Sie direkt online einen Termin für Ihr kostenloses Erstgespräch. Dauert zwei Minuten und verpflichtet Sie zu nichts.
02
Kostenfreies Erstgespräch
Wir schauen uns gemeinsam Ihre Situation an: offene Stellen, Region, bisherige Versuche. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, ob unser System zu Ihrem Betrieb passt und welche Ergebnisse realistisch sind.
03
Beratungsgespräch
Passt es für beide Seiten, entwickeln wir Ihren individuellen Plan mit einem konkreten Angebot für eine Zusammenarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Wann kann ich mit ersten Ergebnissen rechnen?
Was unterscheidet euch von anderen Anbietern?
Was passiert im kostenlosen Erstgespräch?
Wir liegen ländlich bzw. an der Grenze. Funktioniert das auch bei uns?
Wie funktioniert das mit der Förderung?
Wie viel Zeit kostet mich das?
Es gibt doch kaum noch Fachkräfte. Wie wollt ihr da helfen?