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Eine Fallstudie von BM Digital GmbH
Innenausbau

Mitarbeitergewinnung für den Innenausbau: 330 Bewerbungen und 8 Einstellungen in 9 Monaten

  • 330 Bewerbungen in 9 Monaten
  • 8 Einstellungen über mehrere Standorte und Gewerke hinweg
  • Kürzere Besetzungszeiten, weniger Abstimmung im Tagesgeschäft
  • Das geplante Wachstum im Ladenbau ist personell abgesichert
TÜV SÜD Prüfsiegel für ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Über den Kunden

Wenn ein Kunde bei baierl + demmelhuber einen Store bestellt, kommt am Ende ein fertiger Laden heraus. Möbel, Tresen, Vitrinen, Decken, Böden, Fassade, Technik. Vieles davon entsteht vorher in den eigenen Werkstätten in Töging am Inn: Holz Manufaktur, Metallwerkstatt, Glas und Metall, Oberflächentechnik. Angefangen hat das 1964. Heute ist das inhabergeführte Unternehmen bei über 900 Mitarbeitern an 16 Standorten und arbeitet in vier Geschäftsbereichen: Komplettausbau, Innenraum Manufaktur, Trockenbau und globales Projektmanagement. Die Projektliste liest sich entsprechend. Lufthansa Lounge am Frankfurter Flughafen, Hilton am Münchner Airport, Ritter Sport, adidas, Bucherer im KaDeWe. Ausgeführt wird europaweit und darüber hinaus. Der Sitz ist trotzdem eine oberbayerische Kleinstadt zwischen Altötting und Mühldorf geblieben.
Branche:
Innenausbau, Ladenbau, Trockenbau
Firmengröße:
+900 Mitarbeiter
Standort:
Töging am Inn
Gesuchte Positionen:
Schreiner, Tischler, Holztechniker, dazu Monteure, Bauleiter, Fertigungsmitarbeiter, Servicetechniker und Projektleiter

Ausgangssituation

Der Ladenbau sollte wachsen. Die Aufträge waren da, die Kapazität nicht. Gebraucht wurden vor allem Schreiner, Tischler und Holztechniker, und zwar an mehreren Standorten gleichzeitig. Junggesellen ausdrücklich erwünscht, weil man im Haus ausbildet und weiß, dass man jemandem mit zwei Jahren Praxis den Rest beibringen kann. Untätig war der Betrieb dabei nicht. Facebook und Instagram liefen, Anzeigen wurden geschaltet. Was fehlte, war ein Ablauf dahinter. Es gab keinen Weg, auf dem eine Bewerbung verlässlich vom Klick bis zum Gespräch kommt.
Das Ergebnis kennt jeder, der es so probiert hat. Es kommen Bewerbungen, aber die falschen. Jemand muss sie durchsehen, jemand muss zurückrufen, und dieser Jemand ist ein Bauleiter, der gerade auf einer Baustelle in München steht. Bis die Rückmeldung raus ist, sind fünf Tage vergangen und der Kandidat ist woanders. Damit zogen sich die Besetzungszeiten, obwohl der Bedarf im Betrieb sonnenklar war. Bei Projekten mit festen Eröffnungsterminen ist das die unangenehmste Art von Engpass. Der Laden macht auf, ob die Mannschaft komplett ist oder nicht.

Unser Vorgehen in 6 Schritten

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Schritt 1

Firmenanalyse und Arbeitgebervorteile

Wir haben zuerst geschaut, was schon läuft und woran es hakt. Welche Anzeigen liefen, wer bewirbt sich darauf, wo bleiben die Bewerbungen liegen und wie lange dauert eine Rückmeldung. Danach ging es um die Arbeitgeberseite. baierl + demmelhuber hat ein Argument, das kaum ein Schreinereibetrieb bieten kann: Man arbeitet an Projekten, die man später im Fernsehen sieht. Wer ein Möbelstück für eine Airport-Lounge oder einen Flagship-Store gebaut hat, erzählt das noch Jahre später. Gleichzeitig darf das nicht abgehoben klingen. Ein Schreiner will wissen, wie die Halle aussieht, welche Maschinen dastehen und ob abends jemand aufräumt oder er das macht. Also haben wir beides zusammengebracht: die Projektwelt und den konkreten Arbeitsplatz.
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Schritt 2

Wunschmitarbeiter-Profil

Der Kern waren Schreiner, Tischler und Holztechniker. Dazu kamen Rollen aus Montage, Bauleitung, Fertigung, Service und Projektleitung, die im Lauf der Zusammenarbeit dazu besetzt wurden. Eine Vorgabe hat die Sache deutlich erleichtert: Junggesellen waren willkommen. Damit wurde der Pool erheblich größer. Wer zwei Jahre nach der Ausbildung merkt, dass er in seiner Schreinerei nur Küchen einbaut, ist ansprechbar. Der wechselt eher als der 45-jährige Meister mit Haus und drei Kindern im Ort. Für jede Rolle haben wir festgehalten, was den Wechsel auslöst. Beim Gesellen ist das die Frage, was er in fünf Jahren kann. Beim Bauleiter, wie viele Baustellen er parallel betreuen muss.
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Schritt 3

Regionale Sichtbarkeit über alle relevanten Kanäle

Gesucht wurde nicht an einem Ort, sondern an mehreren. Also haben wir die Kampagnen standortbezogen aufgesetzt, über Facebook und Instagram, jeweils mit eigenem Umkreis und eigener Ansprache. Das klingt banal, ist aber der Punkt, an dem die meisten Mehrstandort-Kampagnen scheitern. Eine Anzeige, in der drei Städte stehen, wirkt an keiner davon. Der Bewerber muss lesen, dass es um den Standort geht, der 15 Minuten von ihm entfernt liegt. Sonst scrollt er weiter, obwohl die Stelle passt.
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Schritt 4

Wechselimpulse durch verschiedene Anzeigen-Angles

Es liefen mehrere Anzeigen parallel, mit unterschiedlichen Aufhängern. Eine zeigte die Projekte. Für einen jungen Schreiner ist der Unterschied zwischen Serienmöbel und einer Sonderanfertigung für einen Store am Ku'damm nicht abstrakt, sondern der Grund, warum er den Beruf gelernt hat. Eine zeigte die Werkstätten und die Maschinen. Eine setzte auf Sicherheit und Größe, für den, dem die Auftragslage seines aktuellen Betriebs zu wacklig ist. Eine sprach die Junggesellen direkt an, mit dem Versprechen, dass man hier weiterkommt statt festzustecken.
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Schritt 5

Bewerbungsprozess und Bewerbermanagement

Hier lag der größte Hebel, weil hier vorher am meisten verloren ging. Wir haben einen durchgängigen Weg aufgesetzt: kurze Bewerbung vom Handy, saubere Vorqualifizierung, schnelle Rückmeldung, Terminierung. Alles, was für die Auswahl zählt, steht schon in der Bewerbung. Wer nicht passt, bekommt trotzdem eine Antwort, weil ein Schreiner mit anderen Schreinern redet. Für die Führungskräfte hieß das: keine Sammelpostfächer mehr durchsehen. Sie bekommen die Kandidaten sortiert und führen Gespräche, statt zu sortieren.
6
Schritt 6

Regelmäßige Auswertung und Anpassung

Über die gesamte Laufzeit haben wir Anzeigen und Inhalte an der Bewerberqualität ausgerichtet. Nicht daran, wo die meisten Bewerbungen herkommen, sondern wo die brauchbaren herkommen. Das ist bei 330 Bewerbungen ein wichtiger Unterschied. Eine Anzeige, die 80 Meldungen bringt, von denen keine passt, ist teurer als eine mit zwölf, aus denen zwei Einstellungen werden. Entsprechend wurde nachgesteuert, Standort für Standort.

Das Ergebnis

330 Bewerbungen in neun Monaten, daraus acht Einstellungen. Monteure, Bauleiter, Fertigungsmitarbeiter, Servicetechniker und Projektleiter. Die Projekte im Ladenbau sind damit stabiler besetzt, die Engpässe sind kleiner geworden und das geplante Wachstum steht nicht mehr auf der Frage, ob genug Leute da sind. Die Führungskräfte im Betrieb sind aus der Bewerbersortierung raus.
9 Monate
+300 Bewerbungen
8 Einstellungen

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Zertifikate

Wir sind zertifiziert und ausgezeichnet

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TÜV-zertifiziert: Saubere Abläufe in jedem Projekt
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Über Michael Bendl

Michael Bendl ist gelernter Elektroniker für Betriebstechnik und Gründer der BM Digital GmbH. Im Familienbetrieb hat er früh erlebt, was eine unbesetzte Stelle im Alltag bedeutet: mehr Druck auf alle und weniger Luft für Wachstum. Seit über 7 Jahren unterstützt er Handwerksbetriebe dabei, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Daraus sind bis heute über 500 besetzte Stellen bei mehr als 200 Partnerbetrieben entstanden. Sein Wissen teilt Michael regelmäßig auf Branchenevents und in Fachmedien, unter anderem im Gewinner Magazin.
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