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Eine Fallstudie von BM Digital GmbH
Kälte-, Klimatechnik

Mitarbeitergewinnung für Kältetechnik: über 30 Bewerbungen und 1 Einstellung in 2 Monaten

  • Über 30 Bewerbungen in rund zwei Monaten
  • 1 besetzte Stelle: Mechatroniker für Kälte- und Klimatechnik
  • Wartungsverträge, die liegen geblieben waren, werden wieder bedient
TÜV SÜD Prüfsiegel für ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Über den Kunden

Die Contiklima GmbH sitzt in Ratingen, zwanzig Mitarbeiter, seit über 25 Jahren am Markt. Kälte, Klima, Lüftung. Der Schwerpunkt liegt woanders, als man bei einem Klimabetrieb erwartet: Contiklima kühlt MRT- und CT-Anlagen in Radiologien und Kliniken. Dazu Serverräume, Produktionshallen, Laborkühlung. Wenn dort die Kälte ausfällt, steht ein Gerät für mehrere hunderttausend Euro still und Patiententermine platzen. Geschäftsführer Hubert Müllers baut das Geschäft auf lange Kundenbeziehungen. Nicht auf Ausschreibungen, bei denen der Billigste gewinnt.
"Das Wichtigste ist mir zufriedene Kunden. Es gibt nichts Besseres als Kunden, die uns weiterempfehlen oder die als treue Kunden Folgegeschäft für uns haben, und wir dann nicht großartig im Wettbewerb sind, sondern einfach als verlässlicher Partner für die Kunden da sein können." Hubert Müllers, Geschäftsführer
Branche:
Kälte- & Klimatechnik
Firmengröße:
20 Mitarbeiter
Standort:
Ratingen bei Düsseldorf
Gesuchte Positionen:
Mechatroniker für Kälte- und Klimatechnik

Ausgangssituation

Contiklima hatte Aufträge. Was fehlte, waren die Leute, die sie abarbeiten. Und weil Müllers Kunden nicht mit Terminen hinhält, die er nicht halten kann, sagte er lieber vorher ab.
"Wir müssen unter Umständen auch Stammkundschaft absagen, was mir schwerfällt oder wehtut, wenn man langjährige Kundenverbindungen und Angebote für Aufträge ablehnen muss, weil man sie nicht in den gewünschten Fristen und Zeiten realisieren kann."
Wartungsverträge blieben liegen. Genau die Verträge, auf denen die Kundenbindung aufgebaut ist. Gesucht hat er die ganze Zeit. Nur eben mit Mitteln, die im Kältehandwerk längst niemanden mehr erreichen.
"Klar gibt es die alten Methoden, die aktuell nicht mehr sehr fruchtend sind, sei es jetzt Internetseite, Aufkleber aufm Auto, Zeitungsanzeigen."

Unser Vorgehen in 6 Schritten

1
Schritt 1

Firmenanalyse und Arbeitgebervorteile

Bevor irgendeine Anzeige entsteht, klären wir, was diesen Betrieb von den anderen unterscheidet. Bei Contiklima lag das Beste offen da und war trotzdem nirgends erzählt. Ein Kältemechatroniker, der bisher Kühlmöbel im Supermarkt gewartet hat, macht hier plötzlich Systemkühlung für einen Kernspintomographen. Andere Technik, andere Verantwortung, anderer Gesprächsstoff beim Grillen. Dazu: Montage bleibt in NRW, abends ist man zu Hause. Ein Betrieb mit zwanzig Leuten, in dem der Chef selbst ans Telefon geht. Das sind die Punkte, die einen Wechsel auslösen. Nicht "spannende Aufgaben in einem dynamischen Umfeld".
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Schritt 2

Wunschmitarbeiter-Profil

Festgelegt haben wir: Mechatroniker für Kälte- und Klimatechnik oder Kälteanlagenbauer, mit Berufserfahrung, im Umkreis wohnend, aktuell in einem Arbeitsverhältnis. Dieser Mann sucht nicht. Er hat einen Job, einen Firmenwagen und Urlaub bis nächstes Jahr verplant. Er wird nur wechseln, wenn ihm jemand einen Grund vor die Nase hält, während er abends auf dem Sofa durchs Handy scrollt.
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Schritt 3

Regionale Sichtbarkeit über alle relevanten Kanäle

Ratingen liegt mittendrin. Düsseldorf, Duisburg, Essen, Mülheim, Wuppertal, alles im Pendelradius. Genau darauf haben wir die Ausspielung über Facebook und Instagram zugeschnitten. Wer eine halbe Stunde zur Arbeit fährt, wechselt. Wer eineinhalb Stunden fährt, bewirbt sich vielleicht und sagt beim ersten Termin wieder ab.
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Schritt 4

Wechselimpulse durch verschiedene Anzeigen-Angles

Ein Kältemonteur sieht am Tag mehrere Stellenanzeigen und keine bleibt hängen, weil sie alle dasselbe behaupten. Wir haben deshalb mit mehreren Anzeigen gearbeitet, jede mit einem anderen Aufhänger. Eine zieht die Medizintechnik nach vorn und spricht den an, der technisch mehr will als Splitgeräte an die Wand schrauben. Eine setzt auf Montage ohne Wochen im Hotel. Eine zielt auf den, dem sein Betrieb zu groß und zu anonym geworden ist. Eine bringt schlicht das Paket auf den Tisch: unbefristet, dreizehntes Gehalt, dreißig Urlaubstage plus Rosenmontag frei. Fünf Leute wechseln aus fünf verschiedenen Gründen. Also brauchen wir auch fünf Gründe im Feed.
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Schritt 5

Bewerbungsprozess und Bewerbermanagement

Der Kältemarkt ist leergefegt. Wer sich meldet, hat oft parallel noch zwei Gespräche laufen. Antwortet ein Betrieb erst nach einer Woche, ist der Mann weg. Wir haben deshalb einen Weg aufgesetzt, über den sich ein Interessent direkt vom Handy melden kann, ohne Lebenslauf und Anschreiben. Die Angaben, die für eine Vorauswahl zählen, fragen wir vorher ab. Qualifikation, Führerschein, Wohnort, Verfügbarkeit. Müllers musste danach nur noch draufschauen und anrufen.
6
Schritt 6

Regelmäßige Auswertung und Anpassung

Wir haben mitgelesen, welche Anzeige zieht und welche verpufft, und nachgesteuert. Für den Betrieb war der Aufwand ein gelegentlicher Anruf. Auch nach innen hat das etwas ausgelöst.
"Meine Mitarbeiter waren angenehm überrascht, dass ich zum einen so einen modernen Weg gehe und eben auch sehen, dass ich mich mit allen Mitteln bemühe, die Firma zu vergrößern und die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen."

Das Ergebnis

Über 30 Bewerbungen in rund zwei Monaten. Eine Stelle besetzt, ein Mechatroniker für Kälte- und Klimatechnik.
"Wir hatten über dreißig Kontakte, sonst hatte ich keine dreißig Kontakte in den letzten zehn Jahren."
Im Betrieb hat sich die Auftragslage entzerrt. Wartungsverträge, die vorher liegen blieben, werden wieder gefahren. Damit steht auch die Zuverlässigkeit wieder, an der Müllers sein ganzes Geschäft aufgehängt hat. Und dann ist da noch die Seite, über die Chefs selten reden.
"Privat muss ich sagen, wenn die Firma entsprechend läuft, wenn ich genug Mitarbeiter habe, bin ich natürlich auch zu Hause weniger angespannt, als wenn ich nach Hause komme und morgens schon nicht weiß, wie ich meine Arbeit für den folgenden Tag erledigen kann." Hubert Müllers, Geschäftsführer
2 Monate
30 Bewerbungen
1 Einstellung

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Handwerks-Spezialisierung
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Über Michael Bendl

Michael Bendl ist gelernter Elektroniker für Betriebstechnik und Gründer der BM Digital GmbH. Im Familienbetrieb hat er früh erlebt, was eine unbesetzte Stelle im Alltag bedeutet: mehr Druck auf alle und weniger Luft für Wachstum. Seit über 7 Jahren unterstützt er Handwerksbetriebe dabei, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Daraus sind bis heute über 500 besetzte Stellen bei mehr als 200 Partnerbetrieben entstanden. Sein Wissen teilt Michael regelmäßig auf Branchenevents und in Fachmedien, unter anderem im Gewinner Magazin.
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