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Eine Fallstudie von BM Digital GmbH
Produzierendes Gewerbe

Mitarbeitergewinnung im produzierenden Gewerbe: 160 Bewerbungen und 3 Einstellungen in 2 Monaten

  • 160 Bewerbungen in 2 Monaten, davon 60 für den Außendienst und 100 für die Produktion
  • 3 besetzte Stellen: Außendienst, Produktion, Maschinen- und Anlagenführung
  • Erstmals eine echte Auswahl statt einzelner Zuschriften
  • Kürzere Durchlaufzeiten in der Fertigung und damit schnellere Lieferung an den Kunden
TÜV SÜD Prüfsiegel für ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Über den Kunden

Bohl Befestigungssysteme sitzt in Schöntal-Oberkessach im Hohenlohekreis und ist seit vierzig Jahren am Markt. Ein Familienunternehmen mit rund 25 Mitarbeitern, geführt in zweiter Generation.
"Wir stellen hier Zubehör für Klima- und Lüftungstechnik her mit circa fünfundzwanzig Mitarbeitern und uns gibt es schon vierzig Jahre am Markt."
Branche:
Produzierendes Gewerbe, Klima- und Lüftungstechnik
Firmengröße:
ca. 25 Mitarbeiter
Standort:
Schöntal-Oberkessach, Hohenlohekreis
Gesuchte Positionen:
Außendienstmitarbeiter, Produktionsmitarbeiter, Maschinen- und Anlagenführer

Ausgangssituation

Drei Stellen offen, und über die üblichen Kanäle kam fast nichts zurück.
"Wir haben das auf den gängigen Plattformen probiert, Zeitung oder auch bei den Gemeindeblättern, und hatten da einfach ganz, ganz wenig Rücklauf und dadurch relativ wenig Auswahl."
Das schlug bis zum Kunden durch. Aufträge brauchten länger, weil in der Fertigung schlicht die Hände fehlten. Die Leute, die da waren, fingen das auf, bis auch das nicht mehr ging.
"Die Mitarbeiter waren teilweise halt dann schon auch überlastet."

Unser Vorgehen in 6 Schritten

1
Schritt 1

Firmenanalyse und Arbeitgebervorteile

Am Anfang steht kein Text, sondern ein Gespräch über den Betrieb. Wie die Fertigung getaktet ist, wer wem was zuarbeitet, warum Leute hier vierzig Jahre lang geblieben sind. Bei einem Familienunternehmen dieser Größe sind die Argumente selten spektakulär, aber sie wirken: kurze Wege zur Chefin, keine Konzernstruktur mit fünf Ebenen, ein Produkt, das man am Ende des Tages in der Hand hält. Genau das haben wir eingesammelt und in die Anzeigen übersetzt.
2
Schritt 2

Wunschmitarbeiter-Profil

Drei Stellen, drei völlig unterschiedliche Menschen. Der Außendienstmitarbeiter muss Klima- und Lüftungstechnik verstehen, beim Kunden auf der Baustelle bestehen und gerne unterwegs sein. Der Produktionsmitarbeiter braucht Handwerk, Sorgfalt und die Bereitschaft, sich in ein eingespieltes Team einzufügen. Der Maschinen- und Anlagenführer bringt Technikverständnis mit und übernimmt Verantwortung für die Maschine, an der er steht. Wir haben für jede Position sauber getrennt, wen wir ansprechen wollen und wen nicht. Eine Sammelanzeige für alle drei hätte niemanden richtig erreicht.
3
Schritt 3

Regionale Sichtbarkeit über alle relevanten Kanäle

Hier lag der spannendste Unterschied im ganzen Projekt. Die beiden Stellen in der Fertigung sind standortgebunden. Wer morgens an der Maschine stehen soll, muss aus dem Umkreis kommen, also Künzelsau, Öhringen, Bad Mergentheim, Osterburken. Entsprechend eng haben wir ausgespielt. Der Außendienst dagegen sitzt im Auto. Da spielt es keine Rolle, ob jemand fünfzehn oder achtzig Kilometer entfernt wohnt. Für diese Stelle haben wir das Gebiet weit aufgezogen, und genau das hat gezogen.
"Beim Außendienstmitarbeiter hatten wir ein relativ großes Einzugsgebiet. Da hatten wir extrem viele Bewerber in ganz kurzer Zeit."
Ausgespielt wurde über Facebook und Instagram. Abends um halb neun, wenn der Maschinenführer nach Feierabend auf dem Sofa sitzt und durch seinen Feed scrollt.
4
Schritt 4

Wechselimpulse durch verschiedene Anzeigen-Angles

Wer heute mit einer einzigen Anzeige startet, hat nach zwei Wochen ein totes Konto. Wir haben pro Stelle mehrere Varianten laufen lassen, jede mit einem anderen Haken. Eine setzt beim Familienbetrieb an, für den, der aus einem Großkonzern raus will. Eine bei der Verlässlichkeit, für den, dessen aktueller Arbeitgeber gerade Kurzarbeit fährt. Eine zeigt das Produkt und die Fertigung. Eine spricht den an, der immer noch dieselbe Handbewegung macht wie vor zehn Jahren. Dann schaut man, welche Version Bewerbungen bringt, und schiebt das Budget dorthin.
5
Schritt 5

Bewerbungsprozess und Bewerbermanagement

Der klassische Weg über PDF-Lebenslauf und Anschreiben filtert im gewerblichen Bereich die Falschen raus, nämlich die Guten, die keine Lust auf Papierkram haben. Wir haben deshalb einen Weg gebaut, den jemand vom Handy aus in ein paar Minuten durchläuft. Die Angaben, auf die es bei der Vorauswahl ankommt, holen wir dabei ein. Carmen Ehrler bekommt die Bewerbung mit allem, was sie für den ersten Anruf braucht. Wie das bei den Bewerbern selbst ankam, hat sie mehrfach zurückgespiegelt bekommen:
"Ich hab immer wieder die Rückmeldung bekommen, dass das so richtig Spaß gemacht hat, sich durch die Fragen durchzuklicken. Man wollte wissen, was passiert als Nächstes." "Man konnte das abends auf dem Sofa mit dem Handy machen, man musste nicht am PC sich die Bewerbungsunterlagen der letzten zwanzig Jahre raussuchen."
Dass Social Media als Bewerbungsquelle für den Betrieb neu war, haben wir im Prozess mit abgefangen. Wie spricht man jemanden an, der sich über eine Anzeige gemeldet hat und keine klassische Bewerbung geschrieben hat. Solche Fragen kamen, und darauf gab es Antworten.
6
Schritt 6

Regelmäßige Auswertung und Anpassung

Die Kampagne lief nicht nach dem Prinzip einmal aufsetzen und hoffen. Wir haben mitgeschaut, welche Anzeige liefert und welche Stelle noch Nachschub braucht, und entsprechend nachjustiert.
"Es ist ja auch das Tolle bei BM Digital, dass die immer auf die Bedürfnisse eingehen und vielleicht auch noch mal was an der Anzeige ändern. Das ist relativ unkompliziert."

Das Ergebnis

Aus 160 Bewerbungen in zwei Monaten wurden drei Einstellungen, alle drei Stellen besetzt. Für die Fertigung heißt das mehr Luft: Aufträge gehen schneller durch, die Leute arbeiten nicht mehr am Anschlag, und der Kunde bekommt seine Ware früher.
"Wir entlasten unsere Mitarbeiter, wir sind nicht immer an der Kapazitätsgrenze, sondern können auch unsere Produkte schneller wieder zum Kunden bringen und steigern dadurch natürlich auch die Kundenzufriedenheit."
Für Carmen Ehrler hat sich vor allem eine Sache umgedreht. Vorher hat sie gehofft, dass sich überhaupt jemand meldet. Danach konnte sie zum ersten Mal auswählen.
"Wirklich eine ganz neue Situation, Auswahl an Bewerbern zu haben. Wir konnten die besten Bewerber für unsere Firma und für unser Anforderungsprofil auswählen, und das war einfach mal wieder eine Situation, die uns wirklich glücklich gemacht hat." Carmen Ehrler, Geschäftsführerin
2 Monate
160 Bewerbungen
3 Einstellungen

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Über die BM Digital GmbH

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Über Michael Bendl

Michael Bendl ist gelernter Elektroniker für Betriebstechnik und Gründer der BM Digital GmbH. Im Familienbetrieb hat er früh erlebt, was eine unbesetzte Stelle im Alltag bedeutet: mehr Druck auf alle und weniger Luft für Wachstum. Seit über 7 Jahren unterstützt er Handwerksbetriebe dabei, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Daraus sind bis heute über 500 besetzte Stellen bei mehr als 200 Partnerbetrieben entstanden. Sein Wissen teilt Michael regelmäßig auf Branchenevents und in Fachmedien, unter anderem im Gewinner Magazin.
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