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Eine Fallstudie von BM Digital GmbH
Schreinerei

Mitarbeitergewinnung für Schreinereien: 50 Bewerbungen und 2 Einstellungen in 8 Wochen

  • 50 Bewerbungen in 8 Wochen, die ersten vier bis fünf schon in der ersten Woche
  • 2 Einstellungen: ein Schreiner für die Fertigung, ein Schreiner für die Fenstermontage
  • Kürzere Lieferzeiten, dadurch können wieder zusätzliche Aufträge angenommen werden
  • Das bestehende Team ist spürbar entlastet
TÜV SÜD Prüfsiegel für ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Über den Kunden

Die Schreinerei Kaspari sitzt in Lutzerath in der Eifel. Zehn Mitarbeiter, zwei Standbeine: eine eigene Fertigung für Kunststoff-Fenster und Haustüren, dazu die klassische Schreinerei für Möbelbau und Innenausbau. Beliefert wird ein Umkreis von rund 50 Kilometern, von Cochem über Daun bis nach Zell an der Mosel.
"Wir haben eine eigene Fertigung für Fenster und Haustüren in Kunststoff und wir haben eine Schreinerei für Möbelbau und Innenausbau. Wir haben insgesamt zehn Mitarbeiter."
Branche:
Schreinerei, Fenster- und Türenbau
Firmengröße:
10 Mitarbeiter
Standort:
Lutzerath, Eifel
Gesuchte Positionen:
Schreiner

Ausgangssituation

Die Auftragsbücher waren voll. Die Werkstatt nicht.
"Wir hatten enorme Probleme, qualifizierte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zu finden."
In einem Zehn-Mann-Betrieb fällt das sofort auf. Jede Krankmeldung verschiebt einen Montagetermin. Und wenn zehn Leute die Arbeit von zwölf machen, wird irgendwann jeder Auftrag zur Rechenaufgabe, ob man ihn überhaupt noch annehmen kann.
"Die Auftragslage ist sehr gut momentan. Dadurch, dass wir aber zu wenig Fachkräfte hatten, mussten wir teilweise auch Anfragen ablehnen."
Die Lieferzeiten wurden länger, die Arbeit verteilte sich auf wenige Schultern. Und die Stellenanzeigen in der Region brachten nichts.

Unser Vorgehen in 6 Schritten

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Schritt 1

Firmenanalyse und Arbeitgebervorteile

Bevor irgendeine Anzeige entstand, haben wir uns den Betrieb angesehen. Wie sind Fertigung und Montage verzahnt, wie weit fahren die Monteure raus, was passiert, wenn auf der Baustelle was schiefgeht. Bei Kaspari kam einiges zusammen, das ein Schreiner sofort einordnen kann. Eigene Fertigung im Haus, also keine Montage von fremder Zukaufware. Kurze Wege zwischen Werkstatt und Büro. Feierabend zu Hause, keine Wochen auf Fernmontage. Aus diesen Punkten sind die Argumente für die Kampagne entstanden. Bildmaterial kam dabei aus dem Betrieb selbst.
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Schritt 2

Wunschmitarbeiter-Profil

Wir haben vorher festgelegt, wer angesprochen werden soll: gelernte Schreiner, einer für die Fertigung an der Maschine, einer für draußen auf der Montage. Beide bereits in Arbeit. In der Eifel ist die Zielgruppe dünner gesät als in einer Großstadt. Umso wichtiger, dass die Ansprache trifft. Wer schon einen Job hat, sucht nicht aktiv. Der schaut auch nicht auf Jobportalen vorbei. Der muss die Anzeige sehen, ohne danach gesucht zu haben.
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Schritt 3

Regionale Sichtbarkeit über alle relevanten Kanäle

Wir haben Kaspari als Arbeitgeber in der Region sichtbar gemacht, über Werbeanzeigen bei Facebook und Instagram, ausgespielt im Einzugsgebiet rund um Lutzerath. Auf dem Land ist der entscheidende Punkt die Fahrzeit. Ein Schreiner aus Ulmen oder Kaisersesch ist morgens in einer Viertelstunde da. Der wechselt, ohne umzuziehen und ohne dass sich für die Familie irgendwas ändert. Genau dieser Radius wurde bespielt. Dass ausgerechnet das funktioniert, hätte der Chef vorher nicht gewettet:
"Ich hatte Bedenken, ob ich tatsächlich neue Mitarbeiter über Social Media und Internet finden kann. Allerdings, die Bedenken wurden schnell beseitigt. In der ersten Woche hatte ich bereits vier, fünf Bewerbungen auf dem Tisch."
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Schritt 4

Wechselimpulse durch verschiedene Anzeigen-Angles

"Wir stellen ein" liest heute keiner mehr zu Ende. Deshalb lief nicht eine Anzeige, sondern mehrere, jede mit einem anderen Aufhänger. Eine ging auf die eigene Fertigung, für den Schreiner, der es leid ist, nur noch fremde Elemente einzubauen. Eine auf die kurzen Anfahrten. Eine auf den Betrieb selbst, zehn Leute, jeder kennt jeden, keine Nummer in einer Abteilung. Eine sprach den an, der bei seinem jetzigen Arbeitgeber seit Jahren dasselbe macht. Der Grund für einen Wechsel ist bei jedem ein anderer. Wenn man nur einen davon bedient, verliert man alle übrigen.
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Schritt 5

Bewerbungsprozess und Bewerbermanagement

Eine Bewerbung, die drei Tage im Postfach liegt, ist meistens schon woanders unterschrieben. Im Handwerk passiert das ständig. Wir haben deshalb einen Weg aufgesetzt, über den sich Interessenten direkt vom Handy aus in wenigen Minuten melden können. Die Angaben, die für die Vorauswahl zählen, kommen dabei gleich mit. Bei 50 Bewerbungen ist das der Unterschied zwischen Überblick und Chaos. Holger Kaspari konnte sortieren, statt zu sichten.
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Schritt 6

Regelmäßige Auswertung und Anpassung

Alle drei Wochen ein Zoom-Termin. Welche Anzeige läuft, welche wird abgeschaltet, kommt der richtige Bewerbertyp rein, muss beim Anspruch nachgeschärft werden.
"Wir treffen uns alle drei Wochen via Zoom. Die Gespräche sind eigentlich immer kurz und knackig, aber auch sehr effektiv, weil es wird dann besprochen, was wir in Zukunft vielleicht noch besser machen können. Und die Sachen werden dann angegangen."
Der Aufwand für den Betrieb bleibt überschaubar. Eine halbe Stunde alle drei Wochen, den Rest übernehmen wir.

Das Ergebnis

50 Bewerbungen in acht Wochen. Zwei davon wurden eingestellt, einer in der Fertigung, einer in der Fenstermontage.
"Durch die Hinzugewinnung der neuen Mitarbeiter hat sich die Lieferzeit wieder verkürzt und so können wir dann auch zusätzliche Aufträge abarbeiten."
Für Holger Kaspari hat sich damit auch persönlich etwas verschoben. Die beiden Neuen sind jung, bleiben also voraussichtlich eine Weile.
"Das hat mir auch ein bisschen den Druck genommen, dass wir die Arbeit, die wir haben, jetzt auf mehr Schultern verteilen können." Holger Kaspari, Inhaber
2 Monate
50 Bewerbungen
2 Einstellungen

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Über die Agentur

Über die BM Digital GmbH

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Über Michael Bendl

Michael Bendl ist gelernter Elektroniker für Betriebstechnik und Gründer der BM Digital GmbH. Im Familienbetrieb hat er früh erlebt, was eine unbesetzte Stelle im Alltag bedeutet: mehr Druck auf alle und weniger Luft für Wachstum. Seit über 7 Jahren unterstützt er Handwerksbetriebe dabei, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Daraus sind bis heute über 500 besetzte Stellen bei mehr als 200 Partnerbetrieben entstanden. Sein Wissen teilt Michael regelmäßig auf Branchenevents und in Fachmedien, unter anderem im Gewinner Magazin.
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