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Eine Fallstudie von BM Digital GmbH
Kälte- Klimatechnik

Mitarbeitergewinnung für die Klimatechnik: 21 Bewerbungen und 2 Einstellungen in 2 Monaten

  • 21 Bewerbungen in zwei Monaten
  • 2 Mechatroniker für Kältetechnik eingestellt, für Montage und Kundendienst
  • Bewerbungen aus dem 50-Kilometer-Umkreis inklusive der Grenzregion zu Frankreich
  • Wartungsaufträge laufen wieder planbar, das Serviceteam ist entlastet
TÜV SÜD Prüfsiegel für ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Über den Kunden

Eugen Pfeifer hat den Betrieb 1977 gegründet. Heute führen Frank und Markus Pfeifer das Unternehmen, immer noch in Blieskastel im Saarpfalz-Kreis. Gemacht wird alles, was mit Luft und Temperatur zu tun hat: Klima-, Lüftungs- und Kältetechnik, von der Planung über die Installation bis zum laufenden Betrieb. Das Spektrum reicht von der Lüftungsanlage im Bürogebäude über die Klimatisierung von Verkaufsräumen bis zur Industriekälte. Rund vierzig Leute arbeiten im Betrieb, viele davon seit Jahren. Das Stammpersonal ist stabil, und genau das ist in einem Gewerk, in dem gute Leute ständig abgeworben werden, keine Selbstverständlichkeit.
Branche:
Klima-, Lüftungs- und Kältetechnik
Firmengröße:
ca. 40 Mitarbeiter
Standort:
Blieskastel, Saarland
Gesuchte Positionen:
Mechatroniker für Kältetechnik in Montage und Kundendienst

Ausgangssituation

Es gab zu viel Arbeit für zu wenige Techniker. Ausgerechnet im Service, dem Bereich, der am wenigsten Verzug verträgt. Wartungsaufträge sind das Rückgrat eines Kältebetriebs. Jeder davon bindet feste Stunden im Jahr, und die Zahl der Verträge wächst mit jeder verkauften Anlage. Wenn die Verträge zunehmen und die Mannschaft gleich bleibt, kippt das Verhältnis irgendwann. Was dann passiert, kennt jeder im Kundendienst. Eine Störung im Kühlhaus wartet nicht bis nächste Woche, also fährt der Techniker dorthin und die geplante Wartung rutscht nach hinten. Nur ist die Wartung genau das, was die nächste Störung verhindert hätte. Der Kreis schließt sich, und am Ende leiden Reaktionszeiten und Terminplanung.
Für die vorhandenen Servicetechniker hieß das mehr Druck bei ohnehin vollen Wochen. Die Suche nach Verstärkung lief zäh, und der Grund lag nicht am Betrieb. Es gab schlicht keine Social-Media-Kanäle, also auch keine Reichweite. Ein Kältetechniker im Umkreis, der über einen Wechsel nachdachte, hatte Eugen Pfeifer nicht auf dem Schirm. Bei Azubis war es dasselbe Bild.

Unser Vorgehen in 6 Schritten

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Schritt 1

Firmenanalyse und Arbeitgebervorteile

Wir haben uns angeschaut, wie im Betrieb gearbeitet wird und was davon einen Servicetechniker interessiert. Der stärkste Punkt war die Beständigkeit. Ein Betrieb, den es seit über vierzig Jahren gibt, mit einer Belegschaft, die bleibt, und mit Aufträgen aus Gewerbe und öffentlicher Hand. Wer in der Kältetechnik schon mal bei einem Betrieb war, der plötzlich keine Aufträge mehr hatte, weiß, was das wert ist. Der zweite Punkt war die Bandbreite. Klima, Lüftung, Kälte bis hin zur Industrieanlage. Ein Techniker, der bei einem reinen Klimaanlagen-Monteur nur Splitgeräte hängt, lernt hier deutlich mehr. Formuliert haben wir das ohne Superlative. Ein Kältetechniker riecht Übertreibung sofort, und im Saarland kennt man sich.
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Schritt 2

Wunschmitarbeiter-Profil

Im Zentrum stand der Mechatroniker für Kältetechnik. Dazu Anlagenmechaniker mit Kältequalifizierung, weil das Profil in der Praxis dasselbe abdeckt. Wichtig war die Entscheidung, den Kreis bewusst zu öffnen. Fertige Kältetechniker sind rar, deshalb haben wir auch Quereinsteiger aus SHK und aus dem Elektrobereich angesprochen. Wer Hydraulik oder Schaltpläne kann, hat die Hälfte schon im Kopf, den Rest lernt er im Betrieb. Getrennt betrachtet haben wir Montage und Kundendienst. Das sind zwei Charaktere. Der eine baut die Anlage auf und arbeitet im Team, der andere fährt allein zum Kunden, entscheidet vor Ort und muss erklären können, warum es nicht am Vormittag fertig wird.
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Schritt 3

Regionale Sichtbarkeit über alle relevanten Kanäle

Ausgespielt wurde über Facebook und Instagram in einem Radius von 50 Kilometern um Blieskastel. Homburg, Zweibrücken, St. Ingbert, Saarbrücken, Neunkirchen. Dazu kam etwas, das wir sonst selten machen: die Ausspielung ging bewusst über die Grenze nach Frankreich. Blieskastel liegt so nah dran, dass Lothringen im Servicegebiet mit drinsteckt, und im Saarland pendeln seit jeher Leute von der französischen Seite herüber. Ein Kältetechniker aus Sarreguemines fährt nach Blieskastel schneller als einer aus Kaiserslautern. Der zweite Punkt war grundsätzlicher. Der Betrieb wollte sichtbar werden, ohne selbst Social Media aufzubauen. Also läuft die Reichweite über die Kampagne, statt dass jemand im Büro anfängt, Beiträge zu planen, für die er keine Zeit hat.
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Schritt 4

Wechselimpulse durch verschiedene Anzeigen-Angles

Mehrere Anzeigen liefen parallel, jede mit einem anderen Aufhänger. Eine setzte auf Sicherheit: ein Betrieb seit 1977, feste Auftraggeber, keine Frage, ob es die Firma nächstes Jahr noch gibt. Eine auf die Technik, für den, der über Splitgeräte hinaus will und Industriekälte spannend findet. Eine auf das Einsatzgebiet, weil ein Servicetechniker wissen will, wie weit er täglich fährt und ob er abends heimkommt. Und eine sprach die Quereinsteiger aus SHK und Elektro direkt an, in Worten, die niemanden abschrecken, der den Kälteschein noch nicht hat.
5
Schritt 5

Bewerbungsprozess und Bewerbermanagement

Die Bewerbung läuft in wenigen Minuten vom Handy, ohne Unterlagen. Abgefragt wird, was für die Entscheidung zählt: Ausbildung, Erfahrung mit Kälteanlagen, Führerschein, Wohnort, Startzeitpunkt. Damit landeten die Bewerbungen vorsortiert bei Frank und Markus Pfeifer. Die beiden konnten direkt entscheiden, wer angerufen wird, statt sich abends durch Anhänge zu klicken. Bei 21 Bewerbungen in zwei Monaten klingt das nach wenig Aufwand. Es ist aber genau die Menge, die einen Betrieb ohne Personalabteilung lahmlegt, wenn niemand vorher filtert.
6
Schritt 6

Regelmäßige Auswertung und Anpassung

Über die Laufzeit haben wir geprüft, woher die brauchbaren Bewerbungen kommen und welcher Angle zieht. Bei einer Kampagne, die über eine Landesgrenze hinweg läuft, ist das besonders wichtig. Es macht einen Unterschied, ob ein Kandidat aus dem Saarpfalz-Kreis kommt oder aus Lothringen, und die Ansprache muss zu beidem passen. Danach wurde nachgesteuert, Woche für Woche.

Das Ergebnis

21 Bewerbungen in zwei Monaten, daraus zwei Einstellungen. Beide Mechatroniker für Kältetechnik, einer schwerpunktmäßig in der Montage, einer im Kundendienst. Für den Service heißt das: die Wartungsaufträge lassen sich wieder abarbeiten, ohne dass ständig etwas verschoben wird. Der Druck auf die vorhandenen Techniker ist runter, und die Termine mit Kunden sind wieder das, was sie sein sollten, nämlich verlässlich. Nebenbei ist der Betrieb als Arbeitgeber in der Region überhaupt erst sichtbar geworden. Vorher gab es dafür keinen Kanal.
2 Monate
21 Bewerbungen
2 Einstellungen

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Über Michael Bendl

Michael Bendl ist gelernter Elektroniker für Betriebstechnik und Gründer der BM Digital GmbH. Im Familienbetrieb hat er früh erlebt, was eine unbesetzte Stelle im Alltag bedeutet: mehr Druck auf alle und weniger Luft für Wachstum. Seit über 7 Jahren unterstützt er Handwerksbetriebe dabei, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Daraus sind bis heute über 500 besetzte Stellen bei mehr als 200 Partnerbetrieben entstanden. Sein Wissen teilt Michael regelmäßig auf Branchenevents und in Fachmedien, unter anderem im Gewinner Magazin.
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