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Eine Fallstudie von BM Digital GmbH
Gebäudetechnik

Mitarbeitergewinnung für die Gebäudetechnik: über 400 Bewerbungen und mehr als 15 Einstellungen in 2 Jahren

  • Über 400 Bewerbungen in zwei Jahren
  • Mehr als 15 Einstellungen, vom Monteur bis zum Projektleiter
  • Schlüsselstellen besetzt, bevor die Renteneintritte greifen
  • Bewerbungen kommen dauerhaft rein, auch ohne akute Lücke
TÜV SÜD Prüfsiegel für ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Über den Kunden

In Pilgramsberg wohnen ein paar hundert Menschen. Von hier aus baut Karl Lausser die technische Gebäudeausrüstung für Projekte, die in München, Frankfurt oder Stuttgart stehen. Angefangen hat das vor über 50 Jahren als Handwerksbetrieb für Heizung und Sanitär. Heute arbeiten rund 600 Spezialisten im Unternehmen, und das Leistungsbild reicht von Heizung, Kälte, Lüftung und Klima über Sanitär und Gasversorgung bis zur Energie- und Anlagentechnik. Elektro und MSR laufen ebenfalls im Haus, sodass ein Kunde für die komplette Technik einen Ansprechpartner hat. Ein Teil der Arbeit passiert, bevor jemand die Baustelle betritt. Lausser fertigt Anlagenteile, Luftkanäle und Stahlbau im eigenen Werk vor. Aus dieser Denkweise ist auch das PILA-System entstanden, ein Baukasten für Tragkonstruktionen, der die Montage von Rohrleitungen vereinfacht und heute als eigenes Produkt vertrieben wird. Nachwuchs kommt zum großen Teil von innen. Rund 70 Auszubildende pro Jahrgang, über 500 abgeschlossene Ausbildungen bisher, dazu duale Studienplätze.
Branche:
Technische Gebäudeausrüstung, Heizung, Lüftung, Sanitär
Firmengröße:
+600 Mitarbeiter
Standort:
Pilgramsberg bei Rattiszell
Gesuchte Positionen:
u.a Anlagenmechaniker, Technische Systemplaner, Projektleiter, Vorarbeiter, Projektkaufleute, Elektrofachkräfte

Ausgangssituation

Über Jahrzehnte lief die Personalsuche im Betrieb nach demselben Muster. Anzeige in die Zeitung, Inserat aufs Jobportal, ansonsten fragt man im Team, ob jemand jemanden kennt. Das hat lange getragen. Dann wurden die Rückläufe dünner, und irgendwann kam auf eine Anzeige gar nichts mehr. Gleichzeitig zeichnete sich ab, dass in den kommenden Jahren ein größerer Teil der Belegschaft in Rente geht. Das trifft ausgerechnet die Stellen, an denen die Projekte hängen. Montage, Planung, Projektabwicklung. Wer dreißig Jahre Anlagen in Betrieb genommen hat, hat Wissen im Kopf, das in keiner Akte steht. Geht der Mann, ohne dass jemand nebenherlief, geht das Wissen mit.
Für einen Betrieb, dessen Ruf auf Termintreue gebaut ist, wird das schnell teuer. Ein Projekt in der Größenordnung eines Flughafenterminals verzeiht keine Personallücke in der Bauleitung. Dazu die Lage. Pilgramsberg hat keine Laufkundschaft am Arbeitsmarkt. Um dieselben Fachkräfte bewerben sich Firmen aus Straubing, Regensburg, München und Nürnberg, teilweise mit Standorten direkt vor der Haustür des Kandidaten. Digital lief bis dahin nichts. Website und Auftritt waren vorhanden, für die Personalgewinnung wurden sie nicht eingesetzt. Die Erfahrung, so etwas intern aufzubauen, war schlicht nicht da, und die laufenden Projekte wurden nicht kleiner.

Unser Vorgehen in 6 Schritten

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Schritt 1

Firmenanalyse und Arbeitgebervorteile

Am Anfang stand eine nüchterne Bestandsaufnahme. Welche Kanäle liefen bisher, was kam zurück, wie sehen die internen Abläufe aus und wie viele Tage vergehen zwischen Bewerbung und Rückmeldung. Parallel dazu die Frage, womit Lausser bei einer Fachkraft punktet. Die Antworten waren stabiler als bei den meisten Betrieben: eine Auftragslage, die über Jahre gefüllt ist, eigene Fertigung, Technik auf einem Niveau, das man sonst im Konzern findet, und Karrierewege, die im Haus tatsächlich gegangen werden. Vom Azubi über den Monteur und Obermonteur bis zur Meisterstelle in der MSR-Abteilung. Wichtig war der Ton. Lausser ist über Jahrzehnte bodenständig gewachsen. Eine Kampagne im Startup-Sprech hätte weder zur Mannschaft gepasst noch zu den Leuten, die man erreichen wollte.
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Schritt 2

Wunschmitarbeiter-Profil

Hier lag der eigentliche Unterschied zu einer normalen Handwerkskampagne. Gesucht war nicht eine Rolle, sondern ein halbes Dutzend, und die haben wenig miteinander zu tun. Ein Anlagenmechaniker steht im Rohbau und zieht Leitungen. Ein Projektkaufmann sitzt am Schreibtisch und rechnet Nachträge. Ein technischer Systemplaner arbeitet in Zeichnungen, ein Vorarbeiter denkt in Kolonnen und Wochenterminen. Vier Menschen, vier Alltage, vier Gründe für einen Wechsel. Also haben wir jede Rolle einzeln durchgespielt. Wo arbeiten diese Leute heute, was nervt sie dort, was müsste passieren, damit sie sich nach Niederbayern bewerben. Daraus wurden getrennte Zielgruppen statt einer Sammelanzeige, in der sich niemand wiedererkennt.
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Schritt 3

Regionale Sichtbarkeit über alle relevanten Kanäle

Ausgespielt wurde über Facebook und Instagram, mit unterschiedlichen Radien je nach Position. Beim Monteur zählt der Arbeitsweg. Wer morgens um sechs raus muss, akzeptiert keine 70 Minuten. Da bleibt der Umkreis eng. Bei einem Projektleiter oder einem Systemplaner sieht die Rechnung anders aus. Für so eine Stelle zieht jemand um oder pendelt wöchentlich, wenn die Projekte und die Perspektive stimmen. Entsprechend weiter haben wir die Ausspielung gezogen. Wer für alle Rollen denselben Radius nimmt, macht einen von zwei Fehlern: Er zahlt für Reichweite, die nichts bringt, oder er verpasst genau die Kandidaten, die bereit wären zu kommen.
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Schritt 4

Wechselimpulse durch verschiedene Anzeigen-Angles

Jede Rolle bekam eigene Anzeigen mit eigenen Aufhängern. Für die Montage stand die Sicherheit vorne. Ein Betrieb, den es seit über fünfzig Jahren gibt und der auch in einem schwachen Baujahr Aufträge hat, ist für einen Familienvater ein Argument. Für Planung und Projektabwicklung zählte die Größenordnung. Wer an einem Flughafenterminal oder einer Energiezentrale mitgearbeitet hat, trägt das für den Rest seiner Laufbahn im Lebenslauf. Und über alle Rollen hinweg lief das Thema Aufstieg, weil sich bei Lausser Beispiele dafür finden lassen statt Absichtserklärungen. Ein Monteur sucht Verlässlichkeit, ein Projektleiter sucht Verantwortung. Dieselbe Anzeige erreicht beide nicht.
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Schritt 5

Bewerbungsprozess und Bewerbermanagement

Interessenten melden sich über einen kurzen Weg, der auf dem Handy funktioniert und ohne Zeugnisse auskommt. Was für die Vorauswahl zählt, holen wir vorher ab. Bei über 400 Bewerbungen wäre die Personalabteilung sonst zum Engpass geworden. Deshalb liegt ein großer Teil der Vorqualifizierung und der ersten Ansprache bei uns. Im Haus landen die Kandidaten sortiert auf dem Tisch, und die Verantwortlichen können auswählen, statt Rückläufe zu suchen, die es vorher nicht mehr gab.
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Schritt 6

Regelmäßige Auswertung und Anpassung

Die Zusammenarbeit war nie als Kampagne mit Enddatum gedacht. Sie läuft inzwischen im zweiten Jahr. Der Prozess arbeitet im Hintergrund, wird regelmäßig ausgewertet und verschoben, wenn sich der Bedarf verschiebt. Ist eine Systemplanerstelle besetzt, rückt die nächste Rolle nach vorne. Bewerbungen kommen dadurch auch dann rein, wenn gerade nichts brennt. Für einen Betrieb, der seine Abgänge Jahre im Voraus kennt, ist genau das der Punkt. Man sucht nicht mehr, wenn jemand kündigt. Man hat schon jemanden gesprochen.

Das Ergebnis

In zwei Jahren sind über 400 Bewerbungen eingegangen. Daraus wurden mehr als 15 Einstellungen, verteilt über Montage, Planung und Projektabwicklung. Die kritischen Stellen sind besetzt, bevor die Renteneintritte greifen. Das Wissen der Leute, die bald gehen, wird weitergegeben, weil jemand danebensteht. Und die Personalabteilung sucht nicht mehr, sie wählt aus.
2 Jahre
+400 Bewerbungen
+15 Einstellungen

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Zertifikate

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TÜV-zertifiziert: Saubere Abläufe in jedem Projekt
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Über Michael Bendl

Michael Bendl ist gelernter Elektroniker für Betriebstechnik und Gründer der BM Digital GmbH. Im Familienbetrieb hat er früh erlebt, was eine unbesetzte Stelle im Alltag bedeutet: mehr Druck auf alle und weniger Luft für Wachstum. Seit über 7 Jahren unterstützt er Handwerksbetriebe dabei, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Daraus sind bis heute über 500 besetzte Stellen bei mehr als 200 Partnerbetrieben entstanden. Sein Wissen teilt Michael regelmäßig auf Branchenevents und in Fachmedien, unter anderem im Gewinner Magazin.
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