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Eine Fallstudie von BM Digital GmbH
Küchenstudio

Mitarbeitergewinnung fürs Küchenstudio: 41 Bewerbungen und 8 Einstellungen in 6 Monaten

  • 41 Bewerbungen in sechs Monaten
  • 8 Einstellungen für Montage, Küchenverkauf und Disposition
  • Auch die offenen Stellen im zugekauften DUO Küchenstudio wurden besetzt
TÜV SÜD Prüfsiegel für ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Über den Kunden

Die Dorfer GmbH & Co. KG in Öhringen ist ein Küchenstudio, das aus einer Schreinerei kommt. Drei Generationen Schreinerhandwerk stehen hinter dem Betrieb, das Studio selbst gibt es seit über zwanzig Jahren. Diese Herkunft merkt man an der Arbeitsweise. Es wird nicht nur verkauft und geliefert. Aufmaß vor Ort, Planung, eigene Werkstatt, eigenes Montageteam. Was in der Wohnung eines Kunden nicht passt, wird passend gemacht, statt es aus dem Katalog nachzubestellen. Die Ausstellung liegt im Gewerbegebiet, rund 700 Quadratmeter. Wer sich schwer entscheiden kann, geht in die Dorfer LiveBox und probiert vorher aus, ob die Arbeitshöhe stimmt und ob der Auszug dort sinnvoll sitzt, wo er geplant ist. Im Team arbeiten rund fünfzehn Vollzeitkräfte, darunter fünf Schreiner. Dazu kam mit der Zeit das zugekaufte DUO Küchenstudio.
Branche:
Küchenstudio
Firmengröße:
ca. 15 Mitarbeiter
Standort:
Öhringen
Gesuchte Positionen:
Schreiner, Küchenverkäufer, Mitarbeiter für die Disposition

Ausgangssituation

Der Anlass war ungewöhnlich: Es brannte nichts. Fünf Schreiner sind der Kern des Betriebs. Irgendwann geht davon einer in Rente oder verändert sich. Wer erst dann anfängt zu suchen, sucht unter Zeitdruck und nimmt am Ende den, der greifbar ist. Genau das wollte Dorfer vermeiden und deshalb Leute finden, bevor eine Stelle wirklich frei wird. Nur ließ sich das mit den bisherigen Wegen nicht machen. Anzeige in der Zeitung, Inserat auf Portalen wie yourfirm. Manchmal kam etwas, meistens nicht, und jedes Mal ging intern Zeit für Schaltung und Nachfassen drauf. Als Personalreserve taugt ein Kanal nicht, der von Zufallstreffern lebt.
Social Media war lange bewusst keine Option. Man hatte sich im Betrieb aktiv dagegen entschieden, dort als Arbeitgeber aufzutreten. Dann wurde der Bedarf breiter. Zu den Schreinern kamen Küchenverkäufer und Disposition dazu. Und beim zugekauften DUO Küchenstudio standen ebenfalls Stellen offen, im Verkauf und in der Werkstatt. Damit war die Frage nicht mehr, wie man eine Stelle besetzt, sondern wie man dauerhaft Bewerbungen für sehr unterschiedliche Profile bekommt, ohne dass der laufende Betrieb darunter leidet.

Unser Vorgehen in 6 Schritten

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Schritt 1

Firmenanalyse und Arbeitgebervorteile

Wir haben uns angeschaut, wie bei Dorfer gearbeitet wird und was davon für einen Bewerber zählt. Für einen Schreiner ist der wichtigste Punkt schnell gefunden: Hier wird noch gemacht statt nur montiert. Wenn im Altbau keine Wand gerade ist, wird die Lösung im Haus gebaut. Wer sein Handwerk kann und nicht nur Kartons aufstellen will, findet das interessant. Dazu die Größe. Fünfzehn Leute heißen kurze Wege, keine Abteilungen und ein Chef, den man kennt. Und die Ausstattung: Ausstellung, 3D-Planung, LiveBox. Ein Betrieb, der so etwas anschafft, spart auch beim Werkzeug in der Werkstatt nicht. Was wir bewusst nicht gemacht haben, ist ein Hochglanzauftritt. Ein Küchenstudio mit Schreinerwurzeln muss nicht klingen wie eine Möbelkette.
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Schritt 2

Wunschmitarbeiter-Profil

Der Ausgangspunkt waren Schreiner mit abgeschlossener Ausbildung. Wichtig war dabei ein Detail, das viele übersehen: Ein Küchenschreiner ist nicht dasselbe wie ein Werkstattschreiner. Er steht in der Wohnung von fremden Leuten, oft in Altbauten, in denen kein Winkel stimmt. Der Kunde steht daneben und schaut zu. Es braucht also jemanden, der sauber arbeitet und dabei reden kann. Genau darauf haben wir die Ansprache ausgerichtet. Später kamen zwei völlig andere Profile dazu. Der Küchenverkäufer braucht Vertriebsgespür und technisches Verständnis gleichzeitig und muss samstags da sein, wenn die Kunden Zeit haben. Die Disposition sitzt zwischen Werkstatt, Lieferanten und Terminen und braucht vor allem Ordnung im Kopf. Für beide haben wir eigene Profile gebaut statt die Schreineranzeige umzuschreiben.
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Schritt 3

Regionale Sichtbarkeit über alle relevanten Kanäle

Ausgespielt wurde über Facebook und Instagram im Hohenlohekreis und drumherum. Öhringen, Neuenstein, Bretzfeld, Richtung Heilbronn und Schwäbisch Hall. Für einen Betrieb, der Social Media als Arbeitgeberkanal vorher abgelehnt hatte, war das der eigentliche Schritt. Die Sorge dahinter ist immer dieselbe: Man will nicht marktschreierisch wirken vor Leuten, die einen im Ort kennen. Deshalb lief die Darstellung nüchtern. Was der Betrieb macht, wie das Team arbeitet, was die Aufgabe konkret ist und was erwartet wird. Ohne Superlative. Ein Küchenstudio in einer Stadt mit 25.000 Einwohnern hat einen Ruf zu verlieren, und der ist mehr wert als jede Klickrate.
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Schritt 4

Wechselimpulse durch verschiedene Anzeigen-Angles

Pro Rolle liefen mehrere Anzeigen mit unterschiedlichen Ansätzen. Für die Schreiner: das Handwerkliche und die Abwechslung, weil jede Küche anders ist und keine Woche der vorherigen gleicht. Für den Verkauf: die Ausstellung, die Planungstechnik und die Tatsache, dass man hier berät und nicht abkassiert. Für die Disposition: ein überschaubarer Betrieb, in dem man den ganzen Ablauf sieht statt nur einen Ausschnitt. Und über alles hinweg das Argument, das bei einem Fünfzehn-Mann-Betrieb immer zieht: Man ist hier ein Name und keine Personalnummer.
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Schritt 5

Bewerbungsprozess und Bewerbermanagement

Die Bewerbung läuft in wenigen Minuten vom Handy, ohne Anschreiben und ohne Unterlagen. Die Angaben, die für die Vorauswahl zählen, holen wir vorher ab. Das war hier besonders wichtig, weil ein Teil der Zielgruppe gar nicht aktiv sucht. Wer zufrieden im Job sitzt und nur kurz neugierig wird, füllt kein Bewerbungsformular mit Lebenslauf aus. Der klickt, tippt vier Antworten und wartet, ob sich jemand meldet. Für den Betrieb hieß das: weniger Zeit im Nachfassen, weniger Streuwerbung, und die Gespräche nur noch mit denen, bei denen es sich lohnt.
6
Schritt 6

Regelmäßige Auswertung und Anpassung

Über die sechs Monate wurde laufend nachgesteuert, und zwar an der Praxis. Welche Bewerber passen tatsächlich, welche Fragen tauchen im Erstkontakt immer wieder auf, welches Profil rückt als nächstes nach vorne. Als die Schreinerstellen liefen, ist der Fokus auf Verkauf und Disposition gewandert, danach auf die Vakanzen im DUO Küchenstudio. So wurde aus einer Suche nach Schreinern ein Kanal, der sich auf den jeweils aktuellen Bedarf drehen lässt.

Das Ergebnis

41 Bewerbungen in sechs Monaten, daraus acht Einstellungen. Zuerst Schreiner, danach Küchenverkauf und Disposition, dazu die offenen Stellen im DUO Küchenstudio. Der ursprüngliche Gedanke ist damit aufgegangen. Der Betrieb hat Leute geholt, bevor eine Lücke entstanden ist, statt hinterherzulaufen, wenn jemand kündigt. Und die Personalsuche kostet intern nicht mehr die Zeit, die vorher in Anzeigen und Nachfassen gesteckt wurde.
6 Monate
41 Bewerbungen
8 Einstellungen

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Über Michael Bendl

Michael Bendl ist gelernter Elektroniker für Betriebstechnik und Gründer der BM Digital GmbH. Im Familienbetrieb hat er früh erlebt, was eine unbesetzte Stelle im Alltag bedeutet: mehr Druck auf alle und weniger Luft für Wachstum. Seit über 7 Jahren unterstützt er Handwerksbetriebe dabei, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Daraus sind bis heute über 500 besetzte Stellen bei mehr als 200 Partnerbetrieben entstanden. Sein Wissen teilt Michael regelmäßig auf Branchenevents und in Fachmedien, unter anderem im Gewinner Magazin.
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