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Eine Fallstudie von BM Digital GmbH
Abbundzentrum

Mitarbeitergewinnung im Abbund und Holzelementbau: 50 Bewerbungen und 6 Einstellungen in 6 Monaten

  • 50 Bewerbungen in 6 Monaten
  • 6 Einstellungen bei einem Betrieb, der vorher zehn Leute hatte
  • Alle vier offenen Bereiche besetzt: Werkplanung, Maschinenbedienung, Elementbau und Vorarbeit
TÜV SÜD Prüfsiegel für ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Über den Kunden

Das Abbundzentrum Stamm in Delbrück bei Paderborn arbeitet für andere Betriebe. Holzhandel, Zimmereien, Fertighausbauer kommen mit ihrer Planung her und bekommen Holzbauplanung, Lohnabbund und fertige Wand-, Decken- und Dachelemente zurück, montagefertig auf die Baustelle geliefert. Geführt wird der Betrieb von Zimmermeister Stefan Stamm. In der Halle stehen eine Hundegger Robot-Drive, eine Speed-Cut 3 und eine Weinmann-Produktionsstraße mit Einblasdämmung.
"Was mir am meisten Spaß macht: dass wir mit den anderen Holzbauern und Kollegen an einem Projekt zusammenarbeiten und versuchen, deren Standards und deren Details zu übernehmen und so hochwertig auszuführen, wie sie das aus ihren eigenen Betrieben kennen."
Branche:
Abbund und Holzelementbau
Firmengröße:
ca. 10 Mitarbeiter
Standort:
Delbrück, Ostwestfalen-Lippe
Gesuchte Positionen:
Werkplaner Holzbau, Maschinenbediener Abbundanlage, Mitarbeiter Fertigung Elementbau, Vorarbeiter Elementierung

Ausgangssituation

Vier offene Stellen bei zehn Mitarbeitern. Das ist keine Lücke mehr, das ist ein Loch. Der Betrieb war in den Jahren davor stark gewachsen, neue Auftraggeber kamen dazu, und die wollen zum vereinbarten Termin beliefert werden. Genau da wurde es eng.
"Wir sind die letzten Jahre sehr stark gewachsen, und durch einige Neukunden, die wir termingerecht bedienen wollten, war es nicht so einfach, weil wir einige Stellen nicht besetzen konnten. Beziehungsweise nicht in der Zeit, wie wir uns das vorgestellt haben."
Was auf dem Spiel stand, hat Stefan Stamm klar benannt.
"Hätten wir hier im Abbundzentrum nicht die passenden Mitarbeiter gefunden, hätten wir nicht weiter wachsen können. Wir hätten Aufträge absagen müssen und dadurch auch Bestandskunden verloren."

Unser Vorgehen in 7 Schritten

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Schritt 1

Firmenanalyse und Arbeitgebervorteile

Ein Abbundzentrum ist für Bewerber erklärungsbedürftig. Viele Zimmerer wissen gar nicht, dass es diesen Betriebstyp gibt, und wer ihn kennt, denkt an Maschinen und nicht an einen Arbeitsplatz. Wir sind deshalb erst mal durch die Halle gelaufen und haben aufgeschrieben, was einen Zimmerer hier tatsächlich erwartet. Feste Halle statt wechselnder Baustelle. Kein Gerüst bei minus fünf Grad im Januar. Maschinenpark, den kein normaler Betrieb in der Region stehen hat. Zehn Leute, also einer, der jeden beim Vornamen kennt. Skepsis gab es auch, und die haben wir vorher besprochen statt hinterher.
"Meine Bedenken waren, dass man jetzt wieder was Neues versucht, was Geld kostet, was Zeit kostet, und ob es dann auch so erfolgreich ist, wie man sich das erhofft."
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Schritt 2

Wunschmitarbeiter-Profil

Vier Rollen, die kaum weiter auseinanderliegen könnten. Der Werkplaner sitzt am CAD und überführt fremde Planungen in eine Konstruktion, die die Maschine versteht. Der Maschinenbediener steht an der Robot-Drive und muss Technik mögen. Der Mann in der Fertigung baut Elemente und braucht Handwerk und Tempo. Der Vorarbeiter in der Elementierung führt zusätzlich die Truppe. Wir haben für jede Rolle eine eigene Ansprache gebaut. Der Werkplaner ist über ein Bild von der Halle nicht zu holen, der will die Software sehen und wissen, wie eng er mit den Auftraggebern abstimmt. Der Zimmerer aus dem Außenbetrieb dagegen reagiert genau auf die Halle, weil er den Winter im Freien im Kreuz hat.
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Schritt 3

Fotoshooting vor Ort

Es war ein Fotograf im Betrieb und zusätzlich ein Videodreh, und der Dreh ist der Teil, der diese Kampagne von den meisten unterscheidet. Vor der Kamera standen nicht der Chef und nicht wir, sondern die Mitarbeiter. Jeder hat erzählt, warum er hier arbeitet und was ihn selbst mal hergebracht hat. Kein Skript, keine Werbesprache, ein Zimmerer, der in seiner Arbeitshose vor der Maschine steht und redet. Dazu kamen die Fotos: Halle, Maschinenpark, die Leute bei der Arbeit, die Verladung. Ein Bewerber sieht in zwei Sekunden, ob er einen Prospekt vor sich hat oder einen Betrieb. Das Material gehört Stamm und liegt weiter im Haus. Für die nächste offene Stelle braucht es keinen neuen Vorlauf.
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Schritt 4

Regionale Sichtbarkeit über alle relevanten Kanäle

Ausgespielt wurde über Facebook und Instagram im Raum Delbrück, Paderborn, Gütersloh und Lippstadt. Ostwestfalen-Lippe ist Holzbau-Land, entsprechend viele Zimmereien konkurrieren um dieselben Leute. Der Vorteil eines Abbundzentrums liegt darin, dass es kein Wettbewerb um denselben Arbeitsplatz ist. Wer bei Stamm anfängt, wechselt nicht die Firma, sondern die Art zu arbeiten.
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Schritt 5

Wechselimpulse durch verschiedene Anzeigen-Angles

Hier kamen die Mitarbeitervideos zum Einsatz, und sie haben die Anzeigen getragen. Ein Zimmerer glaubt einem anderen Zimmerer mehr als jedem Geschäftsführer und erst recht mehr als einer Agentur. Wenn einer aus der Fertigung erzählt, dass er nicht mehr bei Regen auf dem Dach steht, sitzt das anders, als wenn dasselbe in einer Anzeige behauptet wird. Parallel liefen Motive mit anderen Aufhängern. Eines auf die Technik, für den, der Lust auf CNC hat. Eines auf die Planstelle am Rechner. Eines auf die Betriebsgröße. Eines auf die Verlässlichkeit der Abläufe, für den, dem im aktuellen Job jeden Morgen was anderes erzählt wird.
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Schritt 6

Bewerbungsprozess und Bewerbermanagement

Die Bewerbung läuft vom Handy, in wenigen Minuten, ohne Unterlagen. Wichtiger war hier die Vorqualifizierung. Bei vier verschiedenen Rollen kann nicht jede Bewerbung auf demselben Stapel landen. Wir fragen vorher ab, was für die Vorauswahl zählt, sodass Stefan Stamm sofort sieht, in welchen Bereich jemand gehört und ob es überhaupt passt.
"Was mir gut gefällt: dass man die Zielgruppe speziell bespielt, dass die Bewerbungen schon gewisse Filter haben, dass es schon in diese Richtung passt und ich somit gar nicht so viel Zeit mit unpassenden Bewerbern verschwende, wie es vorher teilweise der Fall war."
7
Schritt 7

Regelmäßige Auswertung und Anpassung

Über sechs Monate war die Kampagne nie derselbe Zustand. Sobald eine Rolle besetzt war, ist das Budget in die nächste gewandert.
"Es ist nicht so starr, man lässt es nicht starr stehen, sondern passt es der derzeitigen Situation an und kann besser steuern."
Der Aufwand für den Betrieb blieb dabei überschaubar. Kurz durchgeben, was sich geändert hat, und weiter ging es.

Das Ergebnis

50 Bewerbungen in sechs Monaten, daraus sechs Einstellungen. Ein Betrieb mit zehn Leuten ist damit um mehr als die Hälfte gewachsen, und zwar in allen vier Bereichen, die vorher offen waren.
Für Stefan Stamm persönlich ist damit die Frage vom Tisch, ob er den nächsten Auftrag annehmen kann oder absagen muss. Statt Bestandskunden zu verlieren, kann er neue dazunehmen.
"Wir konnten binnen kürzester Zeit sechs neue, sehr gute Mitarbeiter einstellen. Dadurch, dass wir diese Stellen so kurzfristig besetzen konnten, konnten wir weiter wachsen und unsere Termine für unsere Kunden fristgerecht einhalten." Stefan Stamm, Geschäftsführer
6 Monate
50 Bewerbungen
6 Einstellungen

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Über Michael Bendl

Michael Bendl ist gelernter Elektroniker für Betriebstechnik und Gründer der BM Digital GmbH. Im Familienbetrieb hat er früh erlebt, was eine unbesetzte Stelle im Alltag bedeutet: mehr Druck auf alle und weniger Luft für Wachstum. Seit über 7 Jahren unterstützt er Handwerksbetriebe dabei, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Daraus sind bis heute über 500 besetzte Stellen bei mehr als 200 Partnerbetrieben entstanden. Sein Wissen teilt Michael regelmäßig auf Branchenevents und in Fachmedien, unter anderem im Gewinner Magazin.
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